Schranken- und mühelos zur Bildung? Leider noch nicht überall. Foto: epd

Schranken- und mühelos zur Bildung? Leider noch nicht überall. Foto: epd

Erst 80 Prozent der Weiterbildungseinrichtungen sind gänzlich oder zumindest in Teilen barrierefrei. Das ist ein zentrales Ergebnis der wbmonitor Befragung 2012, das das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) jetzt vorgelegt haben.
35 Prozent aller Weiterbildungsanbieter weisen eine vollständige räumliche Barrierefreiheit von Veranstaltungs- und Sanitärräumen auf. Weitere 45 Prozent sind zumindest teilweise räumlich barrierefrei. Vor allem größere Weiterbildungsanbieter verfügen über barrierefreie Räume. Doch auch zwischen Anbietertypen gibt es gravierende Unterschiede: Während die Barrierefreiheit bei wirtschaftsnahen Einrichtungen in über 50 Prozent der Fälle gegeben ist, liegt die Quote vollständiger Barrierefreiheit bei Volkshochschulen bei lediglich 20 Prozent.
Die UN-Behindertenrechtskonvention verlangt, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigten Zugang auch zu Erwachsenenbildung und lebenslangem Lernen haben und hierfür „angemessene Vorkehrungen“ zu treffen sind. Dieses Inklusionsgebot haben die Volkshochschulen als Einrichtungen, die im öffentlichen Auftrag die Grundversorgung mit Weiterbildung garantieren, bereits in ihre Programmatik aufgenommen. Doch scheinen weitere Anstrengungen und finanzielle Investitionen notwendig, um das Versprechen, Bildung für alle anzubieten, wirklich einzulösen und Menschen mit Behinderung in alle Veranstaltungen explizit einladen zu können.
Weitere Forschungsergebnisse der wbmonitor Umfrage enthält der Bericht.
Quelle: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen