Ein Ehrenamt hat viele Facetten. Aber es hilft immer Menschen beim Bewältigen ihres Alltags und es verbindet häufig die Generationen. Wie hier in Mühlheim. Foto: epd

Seit Jahren befindet sich das Ehrenamt in einem strukturellen Wandel. Viele Menschen, die sich in ihrer Freizeit engagieren, möchten sich nicht für lange Zeit binden, sondern bevorzugt in überschaubaren Projekten tätig sein. Das gilt auch zunehmend auch für ältere Bürger. Sie haben häufig noch andere Wünsche und Vorstellungen vom Ruhestand als die vorangegangene Generation. Reisen, Bildung, Unterhaltung, Teilhabe am kulturellen und öffentlichen Leben: Das sind die Hauptanliegen der heutigen Senioren. Deswegen ist es wichtig, sich aus der Fülle von Möglichkeiten das Passende herauszusuchen. Hierbei wollen wir helfen.
Die neue Ehrenamtsbörse soll diejenigen, die eine sinnvolle Tätigkeit jenseits der Berufswelt suchen, und die Organisationen, die entsprechende Einsatzmöglichkeiten bieten, zusammenbringen. Die Regeln sind ganz einfach. Die Ehrenamtsbörse des Magazins 66 funktioniert wie ein schwarzes Brett. Wer ein Ehrenamt sucht, wird es unter den Stellen finden, die von Organisationen ausgeschrieben werden. Umgekehrt besteht die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen und seine Vorstellungen in die Ehrenamtsbörse einzustellen. Die Nutzung ist kostenlos und steht jedem 24 Stunden am Tag offen. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Angeboten im Netz finden sich bei unserem Pinnwand-Modell keine regionalen Beschränkungen. Hier kann bundesweit gesucht und angeboten werden. Der Service versteht sich als Ergänzung zu den professionellen Organisationsformen der Freiwilligentätigkeit, die es auf Bundes-, Länder- und Ortsebene bereits gibt.
Noch steht das soeben in Betrieb genommene Serviceangebot des Magazins 66 am Anfang. Es lebt davon, dass sich viele Organisationen und Einzelpersonen daran beteiligen. Deswegen bitten wir alle Nutzer, unsere Börse im Netz weiter zu empfehlen. Nutzen Sie Soziale Medien wie Twitter und Facebook, damit in kurzer Zeit viele Menschen zueinander finden. Den größten Nutzen davon haben nämlich diejenigen, denen geholfen werden soll. Kinder, Jugendliche, Alleinerziehende, Arme und Kranke, aber auch Umwelt oder Tiere. Bevor man sich für einen Eintrag entscheidet, sollte der künftige Ehrenamtliche also die Frage für sich klären: Für wen möchte ich da sein? Hat er seine Hauptzielgruppe gefunden, kann er loslegen. Es ist möglich, mehrere Einträge zu verschiedenen Personengruppen einzustellen. Umgekehrt ist die Suche nach Postleitzahlen und Einsatzgebieten strukturiert.
Das Magazin 66 fühlt sich seit seiner Gründung im Jahr 2000 dem Ehrenamt verpflichtet. In fast jeder Ausgabe wird ein Portrait eines Seniors, einer Seniorin veröffentlicht, die sich ehrenamtlich betätigt. Deswegen hat sich der gemeinnützige Verein, der als Herausgeber hinter dem Projekt Magazin 66 steht, damit im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit selber engagiert. Wir möchten unseren Bekanntheitsgrad in den Dienst der guten Sache stellen. Schließlich sprechen unsere Ausgaben viele Senioren als Leser in Print und Online an.
Die Journalisten, die an dem Projekt mitwirken, werden aktuelle Meldungen aus dem Bereich des Ehrenamtes bzw. der Freiwilligentätigkeit unter dem Menüpunkt „Aktuelles“ und auf unserer Homepage veröffentlichen. Wir haben uns übrigens bewusst für den Begriff „Ehrenamtsbörse“ entschieden, weil wir uns in erster Linie an die Generation 50 plus richten. Diese hat mit dem Freiwilligendienst als Ersatz für den abgeschafften Zivildienst wenig am Hut, sondern möchte eher der Gesellschaft etwas zurückgeben oder sich einmischen, um den Benachteiligten zu helfen. Um als Lückenbüßer zu fungieren, ist diese Personengruppe viel zu selbstbewusst.

Direkt zur Ehrenamtsbörse: Finde-Dein-Ehrenamt.de