„Das Prinzip aller Dinge ist Wasser; aus Wasser ist alles, und ins Wasser kehrt alles zurück.“ Mit diesen Worten spricht der griechische Philosoph Thales von Milet noch heute vielen Menschen aus der Seele.
Denn tatsächlich kennen viele das Phänomen: Sie fühlen sich vom kühlen Nass beinahe magisch angezogen.
Der Blick aufs Meer ist beruhigend. Der Duft salzschwangerer Luft wirkt belebend. Und selbst der bloße Gedanke an einen plätschernden Bach kann einem im stressigen Alltag ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Doch warum ist das so?

Wie Wasser den Stress wegspülen kann
Mit zunehmendem Alter wird der Stress nicht weniger, er verteilt sich nur anders. Zu den Hauptursachen für ein starkes Stressempfinden gehören in Deutschland die Ausbildung und der Job. In beiden Bereichen nimmt das Stresslevel ab einem Lebensalter von 60 Jahren tendenziell ab.
Das bedeutet jedoch längst nicht, dass ältere Menschen sprichwörtlich die Ruhe selbst sind. Entfällt die Stressbelastung im Arbeitsleben, kann sie dafür an anderer Stelle verstärkt auftreten – etwa im privaten Umfeld.
So können sich etwa gelegentliche Unstimmigkeiten mit den Nachbarn zu einer andauernden nervlichen Anspannung entwickeln.
Ist das der Fall, lässt sich das Gemüt mit einem einfachen Trick wieder beruhigen: dem Gedanken an Wasser.
Noch besser ist es natürlich, der Stresssituation komplett zu entfliehen und direkt einen Urlaub am Meer einzuplanen. So können stressgeplagte Senioren etwa in einem Hotel in Swinemünde die Ostseeluft schnuppern und die Seele baumeln lassen.
Dass sowohl der Gedanke als auch der Anblick des Wassers beruhigend wirken, ist übrigens keine Einbildung. Tatsächlich steckt ein psychologischer Effekt dahinter. Denn der gedankliche und reale Aufenthalt am Meer senkt den Cortisolspiegel.
Wie der Blick aufs Wasser das Gehirn entlastet
Die alltäglichen Sorgen können schnell übermächtig wirken, wenn man sich ununterbrochen mit ihnen befasst. Auch dagegen ist der Aufenthalt am Wasser eine gute Lösung.
Allein der Blick auf die gleichmäßig dahinplätschernden Wellen eines Teichs kann ein Gefühl von Freiheit wachrufen, das Gehirn zur Ruhe bringen und dadurch das Stressempfinden reduzieren.
Sowohl das sanfte Wellenrauschen als auch der Blick in die Weite können somit auf angenehme Art und Weise vom Alltag ablenken, ohne die Sinne zusätzlich zu belasten.
Auch aus farbpsychologischer Sicht bringt Wasser viele Vorteile mit sich. Schließlich sollen sowohl Blau- als auch Grüntöne beruhigend und entspannend wirken.
Natürlich kann man die erholsame Wirkung eines Urlaubs am Wasser auch genießen, wenn man die Augen schließt. Denn bereits der Klang der seichten Wellen oder eines tiefen Meeresrauschens haben eine Wirkung auf den Körper.
So kamen Forschende der Carlton University sowie der Michigan State University zu dem Ergebnis, dass das bewusste Hören von Naturgeräuschen:
- das Stressempfinden verringert
- die Stimmung aufhellt
- die kognitive Leistung verbessert
Sogar das Schmerzempfinden kann durch eine natürliche Klanglandschaft beeinflusst werden.
Zwar haben auch das Rauschen des Windes oder Vogelgezwitscher positive Auswirkungen auf die menschliche Psyche. Wassergeräusche haben den Wissenschaftlern zufolge jedoch den größten Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden.
Wie Wasser die sensorische Wahrnehmung beeinflusst
Stresslösend kann Wasser insbesondere dann wirken, wenn es die Haut direkt berührt. Ob die Wellen am Meer die Knöchel umspülen oder ob man sich direkt in die Fluten stürzt – das Gefühl des Wassers auf der Haut regt das vegetative Nervensystem und den Kreislauf an.
Allerdings werden die positiven Empfindungen an Seen, Flüssen oder am Meer nur dann freigesetzt, wenn man bereits angenehme Erfahrungen im Wasser sammeln konnte. Dann erinnert der Aufenthalt am Strand etwa an schöne Momente in der Kindheit.
Eine negative Prägung kann jedoch den gegenteiligen Effekt nach sich ziehen. Das bedeutet: Wer sich am Wasser unwohl fühlt, riskiert in der Nähe des Strandes ein steigendes Stressempfinden.
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