Ingrid Weißfloch leitet die Röthenbacher Sozialstation. Sie kennt die persönlichen Probleme pflegender Angehöriger. Und weiß: „Die Angehörigen und Betreuer fühlen sich oft in hohem Maß verantwortlich und müssen oft erst überredet werden, sich selbst etwas Gutes zu tun. Unser Angebot ist deshalb für sie mit so wenig bürokratischem Aufwand wie möglich verbunden.“ Was viele Betroffene gar nicht wissen: Auch bei der niedrigsten Pflegestufe, im Volksmund als „Pflegestufe Null“ bekannt, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für solche Betreuungsangebote im Rahmen der zusätzlichen Betreuungsleistungen. Wird das Budget im laufenden Jahr nicht genutzt, kann es auch im neuen Jahr noch einige Monate abgerechnet werden. Um die entsprechenden Anträge und Abrechnungen kümmern sich die Einrichtungen der Caritas.
Außer dem Mehrgenerationenhaus in Röthenbach und dem Hersbrucker Sebastian Fackelmann Haus bietet auch die Sozialstation St. Peter und Paul in Neuhaus regelmäßige Treffs an. Ähnliche Angebote in Lauf sollen folgen. Nicht nur Demenzkranke sind willkommen, auch Menschen mit Einschränkungen wie z.B. nach einem Schlaganfall oder mit einem depressiven Leiden fühlen sich hier bei Snacks und netten Unterhaltungen wohl. Bei steigender Nachfrage ist demnächst ein Fahrdienst geplant, der die Gäste daheim abholt und bringt.
Neben weiteren offenen Angeboten finden Angehörige von Demenzkranken oder Menschen mit Beeinträchtigungen in den Einrichtungen auch fachkundige Beratung, Hilfe und Gesprächsangebote bei allen Fragen rund um die Betreuung ihrer Liebsten.
Mehr Infos:
Sebastian Fackelmann Haus, Hersbruck: Frühstückstreff jeden Freitag, 9 bis 11 Uhr, Anmeldung unter 09151-60 95 991
Sozialstation St. Peter und Paul, Neuhaus: Treffen für an Demenz erkrankte und körperlich eingeschränkte Personen alle 14 Tage, Termine unter Telefon 09156-998937
Mehrgenerationenhaus, Röthenbach: monatliches Demenz-Café, Termine unter Telefon 0911-2176950
Emily Jaeneke