Viele ältere Menschen kennen das Problem: Morgens, mittags, abends – mehrere Tabletten gehören zum Alltag. Doch was helfen soll, verursacht nicht selten neue Beschwerden. Schwindel, Müdigkeit, Magenprobleme oder Kreislaufstörungen werden oft als „Alterserscheinungen“ eingestuft. Dabei können sie die Folge der Gesamtmedikation sein.
Fachleute sprechen von Polypharmazie, wenn täglich fünf oder mehr Medikamente eingenommen werden. In Deutschland betrifft das mehr als die Hälfte der über 65-Jährigen. Mit jedem zusätzlichen Medikament steigt dabei das Risiko für Neben- und Wechselwirkungen deutlich an. Die Lebensqualität leidet und nicht selten kommt es zu zusätzlichen Arztbesuchen oder sogar Krankenhausaufenthalten.¹

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Warum Medikamente bei jedem Menschen unterschiedlich wirken
Ein oft unterschätzter Faktor sind unsere Gene. Sie beeinflussen, wie Medikamente im Körper aufgenommen, verarbeitet und wieder abgebaut werden. Manche Menschen bauen Wirkstoffe sehr schnell ab – bei ihnen bleibt die gewünschte Wirkung aus. Andere bauen sie langsamer ab, was zu stärkeren Nebenwirkungen führen kann. Das bedeutet: Eine Standarddosierung passt längst nicht für jeden Menschen. Genau hier setzt die Pharmakogenetik an. Sie untersucht, wie genetische Unterschiede die Wirkung von Arzneimitteln beeinflussen und hilft dabei, Therapien besser auf den einzelnen Menschen abzustimmen.
Mithilfe sogenannter pharmakogenetischer Tests kann festgestellt werden, welche Medikamente für eine Person besonders gut geeignet sind, und welche besser vermieden oder anders dosiert werden sollten. Eine europäische Studie zeigt, dass sich dadurch unerwünschte Arzneimittelwirkungen um rund 30 Prozent reduzieren lassen².
Personalisierte Medikation im Alltag
Die PGXperts GmbH aus Fürth verbindet medizinisches Fachwissen mit digitalen Lösungen, um Personalisierte Medikation in den Versorgungsalltag zu bringen. Genetische Informationen werden mit bestehenden Medikamenten abgeglichen und mögliche Wechselwirkungen berücksichtigt. Ärztinnen und Ärzte erhalten einen übersichtlichen Bericht, der Therapieentscheidungen unterstützt und die Arzneimittelsicherheit erhöhen kann.
Personalisierte Medikation ist besonders wichtig im höheren Alter
Gerade im Alter, wenn mehrere Erkrankungen gleichzeitig behandelt werden müssen, kann Personalisierte Medikation helfen,
- Nebenwirkungen zu verringern,
- Therapien verträglicher zu machen,
- unnötige Arzt- und Krankenhausbesuche zu vermeiden
- und die Selbstständigkeit sowie Lebensqualität zu erhalten.
Für Interessierte: Klinische Studie zur Personalisierten Medikation – DIPP
Um die Personalisierte Medikation in die tägliche Versorgung zu etablieren, führt die PGXperts GmbH derzeit gemeinsam mit dem Praxisnetz Nürnberg Süd, der Praxis Dr. Jedamzik in Ingolstadt und der klinisch-pharmakologischen Ambulanz des Universitätsklinikums Bonn die klinische DIPP-Studie durch.
Teilnehmen können Erwachsene, die täglich fünf oder mehr Medikamente einnehmen und unter Nebenwirkungen oder fehlender Wirkung leiden. Die Teilnehmende erhalten eine umfassende Untersuchung, gegebenenfalls eine Anpassung ihrer Medikamentenbehandlung und nach Abschluss ein kostenfreies genetisches Profil. Insgesamt finden drei Arzttermine von jeweils ca. 30 Minuten innerhalb von sechs Wochen statt.
Weitere Informationen erhalten Sie zum Download im Informationsflyer.
Sie haben Fragen oder Interesse? Melden Sie sich gerne!
DIPP-Telefon: 0160 5435113
PGXperts: +49 911 979 10 850
E-Mail: dipp.studie@pgxperts.com
Weitere Informationen: www.pgxperts.com
Wer viele Medikamente einnimmt, muss Nebenwirkungen nicht einfach hinnehmen. Personalisierte Medikation kann helfen, Behandlungen sicherer und verträglicher zu machen – und damit den Alltag spürbar zu erleichtern.
Quellen:
¹ Polypharmazie im Alter
Bennie M. et al. The prevalence of polypharmacy in older Europeans: A multi-national database study of general practitioner prescribing. British Journal of Clinical Pharmacology, 2024; 90(9): 2124–2136. Link
Die Studie zeigt, dass mehr als die Hälfte der über 65-Jährigen in Europa täglich fünf oder mehr Medikamente einnimmt und damit ein erhöhtes Risiko für Neben- und Wechselwirkungen trägt.
² Nutzen der personalisierten Medikation (Pharmakogenetik)
Swen J. J. et al. A 12-gene pharmacogenetic panel to prevent adverse drug reactions.
The Lancet, 2023; 401(10374): 347–356. Link
In dieser europäischen Studie konnten unerwünschte Arzneimittelwirkungen durch den Einsatz pharmakogenetischer Tests um rund 30 % reduziert werden.
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