Über Leben retten können die Ärzte wie hier auf der Intensivstation des Evangelischen Waldkrankenhauses. Foto: epd, Werner Krueper

Öfter Leben retten können die Ärzte wie hier auf der Intensivstation des Evangelischen Waldkrankenhauses. Foto: epd, Werner Krueper

Aus dem Deutschen Herzbericht 2015 geht hervor, dass in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten der Anteil derjenigen, die an  Herzkrankheiten sterben, um fast ein Fünftel gesunken ist.

Insgesamt überlebten deutlich mehr Menschen einen Herzinfarkt, Herzschwäche und Herzfehler konnten besser behandelt werden. Gestiegen ist dagegen der Anteil derjenigen, die an Herzklappenkrankheiten und an Herzrhythmusstörungen verstorben sind. Die berichtenden Mediziner führen das zum Teil auf eine genauere Diagnostik bei der Ausstellung der Totenscheine zurück. Außerdem ist die zunehmende Lebenserwartung ein wichtiger Faktor, die das Risiko für Herzklappen- oder Herzrhythmuserkrankungen ansteigen lässt.

Insgesamt werden innerhalb eines Jahres etwas mehr als anderthalb Menschen wegen Herzerkrankungen im Krankenhaus behandelt. Das sind 8,3 Prozent aller Patienten. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind aber für zwei Drittel aller Todesfälle in Deutschland verantwortlich und somit unverändert die Todesursache Nummer 1. An akuten Herzinfarkt starben 2013 in Deutschland 64,4 von 100.000 Einwohnern.

Seit 1990 ist die Quote um rund 40 Prozent gesunken. Das liegt nicht nur daran, dass immer weniger Menschen rauchen, sondern dass mithilfe der Herzkatheter-Therapie verschlossene Blutgefäße im Notfall rechtzeitig wieder geöffnet werden können und Rettungsdienste heute schneller beim Krankenhaus sind.