Geschwollene Füße können ein Hinweis auf Wassereinlagerungen im Körper sein, die durch ein schwaches Herz verursacht werden können. Foto: djd Wörwag Pharma colourbox.de

Wenn der Herzmuskel schwach wird, kann das unterschiedliche Gründe haben. So steckt möglicherweise ein hoher Blutdruck oder eine koronare Herzerkrankung dahinter. Auch Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Arteriosklerose oder Herzmuskelerkrankungen sind mögliche Ursachen. Ein schwaches Herz lässt sich an Gewichtszunahme, geschwollenen Beinen und Leistungsschwäche erkennen.

Laut Prof. Dr. med. Klaus Kisters, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums, nennt drei Warnsignale für ein schwaches Herz:

  • Gewichtszunahme: „Bei einer Herzschwäche ist die Pumpfunktion des Herzens eingeschränkt. Dadurch kann es zu Wasseransammlungen im Körper kommen, die zu einer Gewichtszunahme führen“, sagt Professor Kisters und rät, bei einer unerklärlichen Gewichtszunahme immer einen Arzt aufzusuchen.
  • Geschwollene Beine und Füße: Wassereinlagerungen bei Herzschwäche finden sich laut dem Experten klassischerweise im Bereich der Beine, vor allem an den Unterschenkeln. Hilfreicher Test: fest mit dem Finger auf eine Stelle drücken und beobachten, ob der Abdruck zu sehen bleibt. Ein weiteres Zeichen: Die Füße schwellen so an, dass die Schuhe nicht mehr passen.
  • Leistungsschwäche: Fühlt man sich anhaltend schlapp, kommt kaum mehr die Treppen hoch und hat dabei Atemnot sowie einen schneller gehenden Puls, so sollte man laut Professor Kisters seinen Hausarzt aufsuchen und sich auf eine Herzschwäche untersuchen lassen.

Sind die Ursachen geklärt, kann eine Herzschwäche vom Hausarzt durch Medikamente behandelt werden, die den Empfehlungen der Europäischen Herzgesellschaft (ESC) entsprechen.