Bücherverbrennung auf dem Opernplatz in Berlin am 10. Mai 1933. Foto: epd

Bücherverbrennung auf dem Opernplatz in Berlin am 10. Mai 1933. Foto: epd

Kurz nach der so genannten Machtergreifung der Nazis 1933 kam es im März im Zuge einer „Aktion wider den undeutschen Geist“ zu einer organisierten und systematisch vorbereiteten Verfolgung jüdischer, marxistischer und pazifistischer Schriftsteller. Dabei handelte es sich um eine von der Deutschen Studentnschaft geplanten und durchgeführten Aktion unter Führung eines Mitglieds des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB). Höhepunkt waren die am 10. Mai 1933  in 21 anderen deutschen Universitätsstädten groß inszenierten öffentlichen Bücherberbrennung. Diese „kulturelle Gleichschaltung“ war ein Schritt in die DiktaturDabei wurden “schwarze Listen“ mit „entarteter“ Literatur, erstellt, die aus Buchhandlungen und Bibliotheken entfernt werden sollten.  Unerwünschte Dichter, Schriftsteller und Wissenschaftler wurden verfolgt, in „Schutzhaft“ genommen, mussten das Land verlassen oder kamen in Lagern um.Bei denen Bücherbrennugen wurden zehntausende Werke verfemter Autoren von Studenten, Professoren und NS-Organen ins Feuer geworfen.
Zu den “verbrannten”AutorInnen gehörten u.a. Bertold Brecht, Carl von Ossietzky, Thomas Mann, Anna Seghers, Grete Weiskopf, Ludwig Marcuse, Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Joseph Roth, Joachim Ringelnatz, Kurt Tucholsky, Ernst Toller, Jakob Wassermann u. v. ausländische AutorInnen.
Viele Städte erinnern an diese Ereignisse vor 80 Jahr mit Vorträgen und anderen künstlerichen Events:
– in Nürnberg erinnert z. B. eine lange Nacht der verbrannten Bücher daran.
– die Erlanger Stadtbibliothek erinnert in einer Ausstellung an den 10: Mai 1933
– in München findet, organisert von dem Künstler Wolfram Kastner,  auf dem Königsplatz eine Lesung statt.
Zum Nachören und -lesen im Deutschland Radio Kultur: Der Historiker Wolfgang Benz über die Methoden von Regierungen, unliebsame Ideen und Gedanken zu verbieten.
In Hamburg ab dem 15. Mai die Ausstellung: