Es gibt das perfekte Alter für Chefs: 57. Foto: epd

Von wegen altes Eisen – während Unternehmen überall in der westlichen Welt ältere Arbeitnehmer lieber aussortieren oder gar nicht erst einstellen, fanden Wissenschaftler jetzt etwas heraus, das zum Umdenken anregen sollte. So erleben Manager nach einer Studie der Universität Haifa und der Business School Rouen in Frankreich ihr Leistungshoch nicht etwa in jungen Jahren, sondern erst mit 57.
Schluss mit dem Jugendwahn im Büro. Eine französisch-israelische Studie legt dar, dass die sogenannte professionelle Vitalität bei leitenden Angestellten in der Lebensspanne zwischen 50 und 59 Jahren am höchsten ist. Das Topleistungsjahr ist nach Ansicht der Wissenschaftler Grimland and Vigoda-Gadot das 58. Lebensjahr. Danach sinke die Leistungsfähigkeit allmählich. Grundsätzlich sei die Leistungsfähigkeit umso größer, je höher die Position des Angestellten ist.
Die Konsequenz aus diesen Ergebnissen kann nur sein, dass Organisationen und Unternehmen ihren älteren Arbeitnehmern künftig nicht nur aus ethischen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen einen hohen Stellenwert einräumen. Dies ist bislang keineswegs der Normalfall.
Die Wissenschaftler fanden außerdem heraus, dass leistungsfähigere Mitarbeiter eine höhere Loyalität gegenüber ihrem Arbeitgeber besitzen und seltener kündigen – ein weiterer guter Grund, besonders stark auf die Qualitäten der Älteren zu setzen.
Ein Hinweis auf den (kostenpflichtigen) Bezug der Studie findet sich hier.

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