Auch bei Schmerzen die richtige Medizin: viel Bewegung. Foto: epd / Rolf K. Wegst

Je kälter es draußen wird, desto schlimmer scheint es zu werden: Es zieht und drückt in den Gelenken, das Knie lässt sich nicht mehr richtig beugen, der Rücken knackt. „Viele Menschen spüren Schmerzen in den Gelenken außergewöhnlich stark, sobald die Temperaturen sinken“, weiß Schmerzexperte Roland Liebscher-Bracht. Der Schmerzspezialist ist überzeugt, dass es durch die Kombination nur weniger Tipps wieder möglich ist, ein schmerzfreies, gesundes Leben bis ins hohe Alter zu führen – auch bei weiter sinkenden Temperaturen.

Dafür gibt Liebscher-Bracht vier Tipps:

Bewegung: „Wer rastet, der rostet“. Noch heute ist es vor allem für Schmerzpatienten sinnvoll, auf dieses alte Sprichwort zu hören. Denn zu wenig Bewegung macht ein Gelenk krank, das sich schließlich durch Bewegung ernährt.

Ernährung: Zu einem gesunden Körper gehört auch die richtige Ernährung. Das heißt, dass Lebensmittel, die Entzündungen lindern können, auf den Speiseplan gehören. Je mehr frische und pflanzliche Produkte auf den Teller kommen, desto besser wird das Allgemeinempfinden werden. Weniger Schmerzen und neue Geschmackserlebnisse werden es belohnen.

Die richtige Massage: Der Körper sendet einen Alarmschmerz aus, sobald muskulär-fasziale Überspannungen einen zu großen Druck auf die Gelenke ausüben, die Faszien blockieren oder Bewegungen über lange Jahre hinweg nur einseitig oder schlicht zu gering ausgeführt wurden. Mit einer Faszien-Rollenmassage wird das fasziale Gewebe des Menschen wieder beweglicher. Durch mehr Bewegung kann dieser dem Warnschmerz des Körpers vorbeugen.

Lebensweise ändern: Schmerzpatienten können darauf vertrauen, dass es auch für sie ein Leben ohne Schmerzen gibt, ohne sich dafür unter das Messer legen zu müssen. Dazu braucht es nur deren Bereitschaft, etwas an ihrer bisherigen Lebensweise zu ändern, die in den Schmerz geführt hatte. „Unsere Vision ist es, allen Menschen ein schmerzfreies, gesundes Leben in voller Beweglichkeit bis ins höchste Alter zu ermöglichen. Diese Vision können nur Therapeut und Patient gemeinsam zur Wirklichkeit werden lassen“, sagt Liebscher-Bracht.