Wie stark engagieren sich die politischen Parteien für die Lebensqualität Älterer? Das will die BAGSO klären. Foto: epd / Peter Endig

Zum Tag der älteren Generation, der jeweils am ersten Mittwoch im April begangen wird, veröffentlicht die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) ihre Wahlprüfsteine zu den Bundestagswahlen 2017. Die Fragen zu den Themenbereichen Seniorenpolitik, Alterssicherung, freiwilliges Engagement, Gesundheit und Pflege, Wohnen sowie Verbraucherschutz in einer immer stärker digitalisierten Welt wurden gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der 113 Mitgliedsorganisationen, die ein breites politisches Spektrum darstellen, erarbeitet.

Insgesamt 35 Fragen werden den Parteien gestellt. So geht es beispielsweise darum,

  • wie die gesundheitliche und pflegerische Versorgung auch in strukturschwachen ländlichen Gebieten und in benachteiligten Stadtteilen sichergestellt werden kann,
  • mit welchen Maßnahmen Kommunen unterstützt werden können, barrierefreie, inklusive Quartiere mit einer fußläufig erreichbaren Nahversorgung (Ärzte, Apotheken, Lebensmittelgeschäfte, Banken etc.) zu schaffen und zu erhalten, und
  • wie eine spezifische Förderung des Engagements älterer Menschen sowie deren Einbindung in Entscheidungsprozesse stärker berücksichtigt werden können.

Die Antworten der Parteien werden im Sommer 2017 auf www.bagso.de veröffentlicht.

Der BAGSO-Vorsitzende und ehemalige Bundesarbeitsminister Franz Müntefering betont die Überparteilichkeit der BAGSO, vor allem aber auch den gesamtgesellschaftlichen Blick der Seniorenorganisationen: „Wir wissen und beachten: Die Bildungs-, Berufs- und Entwicklungschancen, die die Generationen unserer Kinder und Enkelkinder erhalten, entscheiden wesentlich über die Zukunft unseres Landes. Demografische Entwicklungen, wie wir sie jetzt und – schon absehbar – auch in den kommenden Jahrzehnten erleben, können nur gemeinsam und dürfen nicht zu Lasten der einen oder anderen Generation gestaltet werden.“