Kontinuierliche mehr auf dem Konto sollen Ältere künftig haben. Foto: epd / Gustavo Alabiso

Kontinuierlich mehr auf dem Konto sollen Ältere künftig haben. Foto: epd / Gustavo Alabiso

Die Beitragseinnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung sind erneut gestiegen, bis zum Oktober 2016 um rund 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das geht aus dem Rentenversicherungsbericht 2016 hervor. Darin heißt es weiter, dass für das Jahresende eine Nachhaltigkeitsrücklage von 32,2 Milliarden Euro erwartet werde. Das entspricht 1,6 Monatsausgaben. Außerdem sollen nach einer dem Bericht zugrunde liegenden Modellrechnungen die Renten bis zum Jahr 2030 um insgesamt rund 35 Prozent ansteigen.

Aus dem Bericht geht weiter hervor, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung auch im Jahr 2017 bei 18,7 Prozent liegen und bis 2021 auf diesem Niveau stagnieren wird. Anschließend steigt er schrittweise wieder an, über 20,2 Prozent im Jahr 2025 bis auf 21,8 Prozent im Jahr 2030.

Nach den dem Bericht zugrunde liegenden Modellrechnungen steigen die Renten bis zum Jahr 2030 um insgesamt rund 35 Prozent an. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 2,1 Prozent pro Jahr. Das Sicherungsniveau vor Steuern, also das Verhältnis von Renten zu Löhnen, beträgt derzeit 48 Prozent und sinkt bis 2030 auf 44,5 Prozent. Dieser Rückgang mache deutlich, dass die gesetzliche Rente künftig alleine nicht ausreichen werde, um den Lebensstandard des Erwerbslebens im Alter fortzuführen, schreibt die Regierung.

Im Juli 2015 betrug die durchschnittliche Höhe der gesetzlichen Rente für Männer 1025 Euro und für Frauen 640 Euro. Getrennt nach Ost und West haben die Rentnerinnen im Osten Deutschlands aufgrund ihrer längeren Erwerbstätigkeit eine deutlich höhere Rente (838 Euro) als jene ist Westdeutschland (586 Euro). Aus dem Bericht geht auch hervor, dass rund vier Millionen und damit knapp 20 Prozent der Rentner in der gesetzlichen Rentenversicherung mehr als eine Rente bezogen haben. Rund 87 Prozent der Mehrfachrentner waren demnach Frauen.