Chansonsängerin Gitte Henning bei ihrem Auftritt auf der inviva in Nürnberg. Foto: Rainer Büschel

Chansonsängerin Gitte Henning bei ihrem Auftritt auf der inviva in Nürnberg. Foto: Rainer Büschel

Der zweite und letzte Tag (Do., 25.2.)  der »inviva« –  heuer zeitgleich mit der Freizeitmesse – war, was die Besucher angeht, ein voller Erfolg. Lange Schlangen vor den Kassen, volle Gänge, interessierte Ältere und viele Stände von Unternehmen, ehrenamtlichen Organisationen und Institutionen.  Highlight war, wenn man die Zuhörer/innen als Maßstab nimmt, die Chansonsängerin Gitte, begleitet am Klavier von Sebastian Weiss.. Etwa 1 Stunde bezauberte(n) sie das Publikum mit Schlagern und Chansons. Dabei scheute sie auch nicht den Rückgriff auf dänisches Liedgut, mit der eher zweideutigen Äußerung, sie stehe zu ihrer Kultur. Kleine technische Schwierigkeiten wegen eines verspäteten Fluges und damit einhergehend ausgefallene Proben mit dem technischen Team méisterte Gitte problemlos.

Ebenfalls sehr gut besucht war die die Diskussionsrunde mit dem Soziologen Reimer Gronemeyer und Autor des Buches »Altwerden ist das Schönste und Dümmste, was einem passieren kann« sowie der ehemaligen Familienministerin und bayerischen SPD-Vorsitzenden, Renate Schmidt. Moderiert wurde das Gespräch von dem Medienexperten und sechs+sechzig-Autor, Herbert Heinzelmann. Diskussionsthema war zwar die “Ruhe im Ruhestand” und wo diese bei all den aktiven und hyperaktiven Senioren bleibe. Die Diskussionsrunde beschäftigte sich aber auch mit der Armut im Alter und anderen, das Alter betreffende Fragen.

Ebenfalls spannend die Diskussion mit der Chefredakteurin des Magazins sechs+sechzig, Petra Nossek-Bock zur Frage, ob Roboter bald die Pflege übernehmen. Einig war die Diskussionsrunde darin, dass es bereits heute viel automatisierte Pflege, sprich von Maschinen abhängige Pflege in Krankenhäusern und manchem Pflegeheim, gibt. Einig war sich die Runde aber auch darin, dass die in den meisten Pflegeheimen heutzutage – trotz Einsatz vielfältiger technischer Hilfsmittel – immer noch Menschen von Menschen gepflegt werden. Ob hier Roboter eine Chance haben, hängt für den Soziologen Fargel davon ab, ob die Deutschen ihre Scheu vor der Technik ablegen und sich hin zu einer technikfreundlicheren Haltung bewegen. Für die beiden Forscherinnen von der Frauenhofer Gesellschaft hängt dies aber stark davon ab, dass die Maschinen in der Pflege auch das Können, was die Hersteller versprechen, bzw. was die Älteren sich erwarten. Da wäre man auf einem guten Weg.

Diskussion zur Ruhe im Ruhestand mit Herbert Heinzelmann, Renate Schmidt und Reimer Gronemeyer. Foto: Rainer Büschel

Diskussion zur Ruhe im Ruhestand mit Herbert Heinzelmann, Renate Schmidt und Reimer Gronemeyer. Foto: Rainer Büschel

Steffi Braun und Marieluise Schumann, zwei Mitarbeiterinnen des Magazins sechs+sechzig am Stand des Magazins. Foto: Rainer Büschel

Steffi Braun(re.) und Marieluise Schumann, zwei Mitarbeiterinnen des Magazins sechs+sechzig am Stand des Magazins. Foto: Rainer Büschel

Menschen, keine Roboter diskutieren über Maschinen in der Pflege unter der Leitung von P. Nossek-Bock (li.), Foto: Rainer Büschel

Menschen, keine Roboter diskutieren über Maschinen in der Pflege unter der Leitung von P. Nossek-Bock (li.), Foto: Rainer Büschel

Musikalische wurden die Besucher/innen der inviva am 1. Tag empfangen und am 2. Tag nach Hause begleitet. Foto: Rainer Büschel

Musikalische wurden die Besucher/innen der inviva am 1. Tag empfangen und am 2. Tag nach Hause begleitet. Foto: Rainer Büschel