Foto: epd
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Im Equal Society Brief 3/3 der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung von Anfang Oktober wird dem Modell der Alterssicherung in Deutschland ein schlechtes Zeugnis ausgestellt:

Und weiter stellt die Ebert-Stiftung fest, dass sich diese Schwachstellen besonders bei Personen mit niedrigem Einkommen auswirken:

Die von der Großen Koalition vorgesehene „solidarische Lebensleistungsrente“ sieht zwar eine Anhebung dieser Geringverdiener-Renten vor, setzt mit 40 Beitragsjahren und dem Nachweis für eine betriebliche oder private Vorsorge die Hürden für Geringverdiener/innen sehr hoch an.

Dies trifft Frauen besonders hart, da im Niedriglohnsektor nach Angaben des IAB aus dem Jahr 2013 62% beschäftigt waren. Auch bei der Teilzeitarbeit ist das so, hier nach Zahlen aus dem Jahr 2014 ebenfalls zu 58% Frauen arbeiten. Hinzu käme, so die Stiftung, dass das Ehegatten-Splitting-Modell und die beitragsfreie Mitversicherung in der gesetzl. Krankenkasse ein Familienmodell gefördert wird, das sich nicht mehr mit der Anforderungen der modernen Gesellschaft in Deckung bringen lässt (Scheidung, Arbeitslosigkeit). Die Folge sei, dass auch hier – ohne die geplante Absenkung der Rentenniveaus – die Rentenansprüche sinken oder gar nicht erst entstehen.

Frauen im Osten sind, wegen der dortigen höheren Erwerbstätigkeit weniger betroffen als im Westen – trösten kann das aber nicht.

Die Empfehlungen an die Politik: Abschaffung des Ehegattensplittings (Faktorverfahren), Abschaffung/Einschränkung der Mini-Jobs, Obligatorisches Rentensplitting sowie Förderung von neuen Arbeitszeitmodellen und Schaffung besserer Rückkehrmodelle auf Vollzeit.

 

 

 

 

 

 

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