Deshalb siedeln inzwischen zahlreiche Arten wie Zwerg- oder Bartfledermaus vermehrt an und in Gebäuden. „Dort finden sie viel leichter Spalten und Hohlräume, in denen sie ihre Jungen aufziehen können“, erklärt LBV-Fledermausexperte Rudolf Leitl. Fledermäuse bevorzugen dabei relativ warme und zugluftfreie Quartiere. Im kühlen Frühjahr 2015 habe sie darum oft
Verstecke gewählt, die sich schnell erwärmen. Doch ausgerechnet diese Standorte werden jetzt für sie zur Todesfalle, da die Fledermäuse in den Gebäuden der Hitze meist ohne Ausweichmöglichkeit ausgeliefert sind.
Der LBV rät deshalb: Wer heruntergefallene Fledermäuse findet, sollten diese an einen kühleren und vor Katzen sicheren Platz bringen. „Wenn man den Tieren mit einer Pipette oder einem Teelöffel etwas Wasser an den Mund hält, trinken diese oft bereitwillig“, weiß Leitl. Meist reicht es, die Tiere auf einen schattigen Baum zu setzen. Man kann sie bis zur Dämmerung aber auch in einem Karton aufbewahren und dann erst frei lassen. Fledermäuse sollten wie alle Wildtiere möglichst nicht mit bloßen Händen angefasst werden, weil sie eventuell auch Krankheiten übertragen können.