Hörgeräte in allen Farben.Foto:epd

Hörgeräte in allen Farben.Foto:epd

Der Deutsche Schwerhörigenbund
zum Internationalen Tag gegen den Lärm am 29. April 2015

„Hörschädigung ist bitter – Lärmschutz ist süß“

Pressemitteilung

Lärm ist unerwünschter Schall… Mit dieser Definition täuscht sich mancher gerne darüber hinweg, dass auch erwünschter Schall ganz erhebliche schädigende Wirkungen auf unsere Ohren haben kann. Bekannt ist, dass viele Berufsmusiker über die Jahre an Gehör einbüßen. Regelmäßiger Genuss lauter Musik führt unweigerlich zu einer Hochton-Schwerhörigkeit. Und: Die Lärmschwerhörigkeit rangiert nach wie vor auf Platz 1 aller berufsbedingten Krankheiten.

Als Deutscher Schwerhörigenbund kennen wir die Probleme und Folgen einer Hörschädigung. Deshalb sagen wir: “Lärm ist Körperverletzung”. Dabei es geht nicht nur um den organischen Schaden. Wer schlecht hört, muss sich stärker anstrengen, um das Gehörte auch zu verstehen. Vorzeitige Ermüdung und Erschöpfung sind die Folge. Anspannung, körperliche Verspannung, Nervosität und Schlaflosigkeit, sozialer Rückzug, Verlust des Arbeitsplatzes und Resignation kommen dazu.

Schwerhörigkeit ist nicht heilbar. Auch beste Hörgeräte helfen nur unvollkommen. Deshalb fühlen wir uns besonders verantwortlich, über die Folgen von Lärm und lauter Schalleinwirkung auf unser Gehör aufzuklären. “Hörschädigung ist bitter – Lärmschutz ist süß”: diese Abwandlung eines bekannten Mottos hat seine ernstzunehmende Bedeutung. Vermeiden Sie Schalleinwirkungen mit großer Lautstärke – ganz gleich, ob unerwünscht oder erwünscht. Und wenn es sein muss: Tragen Sie Hörschutz. Hörschutz fürs Grobe gibt es im Baumarkt. Für speziellere Ansprüche ist der Hörakustiker Ihr Ansprechpartner.

Wenn Sie weitere Fragen rund um die Hörschädigung haben: Wenden Sie sich an die Beratung des Deutschen Schwerhörigenbundes. Wir stehen Ihnen gerne für ein Gespräch und weitere Informationen zur Verfügung.