Viele Ältere machen sich Sorgen, von Ärzten falsch behandelt zu werden. Foto: epd

Viele Ältere haben Angst davor, von Ärzten falsch behandelt zu werden. Foto: epd

Worüber macht sich die ältere Generation am häufigsten Sorgen? Tatsächlich fürchten zwei Drittel der Gruppe der über 60-Jährigen, dass ein Arzt bei einer Behandlung oder Operation einen Fehler macht. Das hat der jährliche Rechtsreport der Rolandversicherung herausgefunden. Ebenfalls für Sorgenfalten sorgt die Furcht, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden – das fürchten 59 Prozent der  Älteren.

Übrigens haben davor aber genauso viel Jüngere Angst. Signifkant mehr Ältere als Jüngere fürchten aber, dass sie Oper einer Straftat werden, bestohlen oder verletzt werden. Dagegen befürchten nur elf Prozent der Senioren, dass es wegen einer Familienangelegenheit zu einer rechtlichen Auseinandersetzung kommt, Streit mit den Nachbarn scheint wahrscheinlicher, so man die Befürchtungen mit der Realität einer gehen: 22 Prozent haben Angst vor Konflikten mit den Nachbarn.

Dabei hat die Tatsache, dass sich viele Menschen vor einer Sache fürchten freilich generell überhaupt nichts mit der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens zu tun. So ist die Zahl der Behandlungsfehler im Vergleich aller Patienten vergleichsweise gering, die Bundesärztekammer spricht etwa beim Hüftgelenkverschleiß von 73 anerkannten Behandlungsfehlern bei 161.276 stationären Behandlungsfällen im Jahr 2012, von 64 Fehlern bei Knochenbrüchen des Unterschenkels und des oberen Sprunggelenkes bei 136.007 Fällen oder von 57 Fehlern bei Kniegelenksverschleiß bei 196.528 Fällen. Und die Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines Jahres als Fußgänger bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt zu werden, liegt laut MassMatics bei 0,0066 Prozent.