Opa & Oma oder Mutter und Vater, scheint in diesem Fall nicht die Frage zu sein?! Foto: epd

Opa & Oma oder Mutter und Vater, scheint in diesem Fall nicht die Frage zu sein?! Foto: epd

Bislang galt, dass der Altersabstand  vion adoptionswilligen Eltern und dem Kind  nicht größer als 40 Jahre sein sollte. In der Praxis war und ist dies aber kaum einzhalten, zumal, wenn man an die schnell alternde Gesellschaft denkt. Die starren Altersgrenzen stellen den Erfolg von Adoptionsvermittlungen aus Sicht der Ämter in Frage.
Dies lässt sich auch an den Trend der Adoption ersehen:
-d ie Zahl der Adoptionen ist mit rund 3.800 Fällen 2013 auf einen erneuten Tiefststand gesunken.
– Zuletzt sind 1.219 Fremdadoptionen und damit 3% weniger als im Vorjahr ermittelt worden (meist werden  Kinder unter 3 Jahren adoptiert – keine Auslandsadoptionen)
– zwischen 2003 und 2009 sank die Zahl der Adoptionen allerdings noch stärker ab.
– in den letzten 10 Jahren wurden ca. 50.000 Kinder und Jugendliche adoptiert.
 
Es ist nun anzunehmen, dass die Jungendämter auch auf diese Zahlen reagieren, wenn sie jetzt in ihre Empfehlungen davon ausgehen, dass das Alter der Adoptiveltern im Verhältnis zu den Kindern einem natürlichen Altersabstand entsprechen sollen, was in der Praxis damit auch immer gemeint sein wird. Damit setzen die Jugendämter auch die Vorgabe der regierenden Großen Koalition um, die im  Koalitionsvertrag gefordert hat, das Adoptionsrecht den Realitäten einer älter werdenden Gesllschaft anzupassen. Offen ist allerdings, in wie weit gesetzlicher Regelungsbedarf besteht. Das ist allerdings eher merkwürdig, da weder bisher noch im Zukunft etwa ein über 70-Jährige ein Kind wird adoptieren dürfen. Vielmehr knüpfen die Jugendämter an einer Dikusskkon an, die bereit unter Bundesgesundheitsministerin Renta Schmidt (SPD) ab dem Jahr im Jhr 2004 geführt wurde.
Ob sich mit den Vorschlägen die durchaus existierenden Unterschiede zwischen Ländern verändern werden, sei dahin gestellt.  Die meisten Adoptionen finden demnach in Sachsen. die wenigsten in Berlin statt. . Auffällig ist ein Ost-West-Unterschied: In den  ostdeutschen Länder wird häufiger adoptiert als in Westdeuschland, alle ostdeutschen Flächenländer (mit Ausnahme Mecklenburg-Vorpommerns) lassen die Adoptionskurve entgegen dem Bundestrend in den letzten 3 bis 4 Jahren nicht so stark fallen.