Ein freiwilliges soziales Jahr <br> auch für Ausländer möglich Bild: epd

Ein freiwilliges soziales Jahr – auch für Ausländer möglich
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Viele Ausländer, die ein freiwilliges soziales Jahr in Deutschland machen wollen, haben Probleme, ein Visum zu bekommen. Dies könnte ein sogenanntes „Freiwilligenvisum“ ändern. Es würde es viel leichter machen, dass Freiwillige in Deutschland soziale Arbeit leisten können.
Bei den Visabestimmungen gibt es oft Probleme. Eine Studie der Universität Heidelberg zeigt, dass die Beschaffung eines Visums für die Anwärter oft ausgesprochen schwierig bis unmöglich ist. Vor allem gilt das für Menschen aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Heiner Häntze, Geschäftsführer der Organisation VoluNation: „Viele Interessierte haben aus finanziellen Gründen keine Chance, ein Visum für Freiwilligenarbeit in Deutschland zu bekommen. Wer kann es sich schon leisten, mehrfach in die Hauptstadt seines Landes zur deutschen Botschaft zu fahren, nur weil die Dokumente persönlich vorgelegt werden müssen?“
Neben den finanziellen Hürden gebe es auch Probleme bei der Genehmigung. Um dieses Problem zu lösen, fordern die  Experten ein sogenanntes „Freiwilligenvisum“. Dieses soll es Menschen auf der ganzen Welt ermöglichen, sich eine Zeit lang in Deutschland sozial zu engagieren.
Beispiele für Länder, in denen dieses Prinzip schon funktioniert, sind Norwegen und Frankreich. Beide Länder haben ein Freiwilligenvisum eingeführt und bieten zudem noch Anlaufstellen, um Freiwillige bei ihren Plänen zu unterstützen.