Sabine Hess, die neue Koordinatorin für Hospizarbeit im Nürnberger Land. Foto:PR

Sabine Hess, die neue Koordinatorin für Hospizarbeit im Nürnberger Land. Foto:PR

Die Hospizinitiative der Caritas Nürnberger Land hat eine personelle Verstärkung erfahren. Als zusätzliche Hospizkoordinatorin unterstützt die 54jährige Sabine Hess die Arbeit von Monika Seckmeyer und den rund 70 freiwilligen Hospizhelfern und -helferinnen. Sabine Hess ist gelernte Krankenschwester sowie Heilpraktikerin für Psychotherapie und hat selbst jahrelange Erfahrung als Hospizhelferin bei der Caritas gesammelt.
Die Stelle, die Sabine Hess seit Dezember 2013 ausfüllt, ist nicht neu, wurde jedoch im Zuge der Neubesetzung von zehn auf 19,5 Stunden erweitert. Der Verantwortungsbereich von Sabine Hess liegt vor allem in der Beratung und Begleitung von Patienten und deren Angehörigen sowie in der Organisation der Einsätze der Hospizhelfern/-innen. Darüber hinaus koordiniert sie die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, wie den Pflegediensten, Pflegeheimen, dem Palliative-Care-Team und anderen Beratungsstellen.
Ein weiterer Bestandteil ihres Amtes ist die Betreuung der ehrenamtlichen Helfer. Dazu gehört die Organisation der monatlichen Treffen wie auch die Unterstützung bei Fragen und persönlichen Anliegen. Schließlich seien die freiwilligen Helfer keine medizinischen Fachkräfte und die Auseinandersetzung mit Krankheit, Tod und Trauer werfe nicht selten Fragen auf wie z.B.: Was kann ich tun, wenn ich glaube, dass der Patient unter Schmerzen leidet? „Die ehrenamtlichen Helfer sollen wissen, dass wir ihre Beobachtungen sehr ernst nehmen. Wir geben ihnen Rückendeckung, indem wir uns selbst ein Bild von der Situation machen oder die Information an zuständige Personen, wie beispielsweise den Hausarzt, weitergeben“, so Sabine Hess.
Aber auch für all diejenigen, die sich das erste Mal für eine Tätigkeit als Hospizhelfer interessieren, ist Sabine Hess eine Ansprechpartnerin. Schließlich war sie selbst acht Jahre lang in diesem Ehrenamt tätig und führt auch als hauptamtliche Hospizkoordinatorin Erstbesuche durch bzw. steht immer wieder für Notfalleinsätze zur Verfügung. „Meine berufliche Erfahrung, vor allem als Intensivschwester, hat mich gelehrt, dass es wichtig ist, dass ein Sterbender in Frieden gehen kann. Wenn ich nur einen kleinen Teil dazu beitragen kann, einem Menschen das zu ermöglichen, dann empfinde ich es als sehr bereichernd und eine tolle Aufgabe“, beschreibt sie ihre Motivation.
Für ihr neues Amt musste Sabine Hess eine Zusatzausbildung zur Palliative-Care-Fachkraft absolvieren, bei der sie sich noch einmal intensiv mit den Prozessen, die von Sterbenden durchlaufen werden, auseinandersetzen musste. Darüber hinaus stehen im Sommer noch Weiterbildungen im Bereich Koordination und Führungskompetenz an. „Ich freue mich auf alles, was da noch kommen wird, und hoffe, die Hospizinitiative in ihrem ohnehin schon tollen Engagement noch ein bisschen besser unterstützen zu können.“
Julia Seuser