Der Film „A Song for Marion“ gehört zu einem neuen Genre im Kino, den Altersfilmen. Jetzt ist ein Buch zum Trend erschienen. Foto: VerleihIn den letzten Monaten haben immer wieder Filme auf sich aufmerksam gemacht, deren Hauptdarsteller deutlich jenseits der 60 waren. A Song for Marion war einer der letzten, die in die Kinos kamen. Ein anderer war Dustin Hoffmanns erste Regiearbeit „Das Quartett“. Besonders erfolgreich war unter anderem „Best exotic Marigold Hotel“ und der französische Film „Und wenn wir alle zusammenziehen“. Doch auch andere Titel ließen sich nennen. Das Magazin 66 hat im vergangenen Herbst eine Filmreihe im Nürnberger Programmkino Casablanca unterstützt. Dort wurde eine Auswahl von Klassikern gezeigt. Jetzt hat Nina Alexandra Roser eine Studie vorgestellt, die das neue Rollenbild der Alten im Film untersucht. Die Ergebnisse sind jetzt in einem Buch nachzulesen.
„So wie sie sind!“ Das antwortet der Regisseur Andreas Dresen auf die Frage, wie alte Menschen im Film dargestellt werden sollten. Der Regisseur hat den erfolgreichen Film „Wolke 9“ produziert, in dem es um Sexualität im Alter geht. Eines der Thema, die auch Nina Roser beschäftigen. Durch eine Verdoppelung der Lebenserwartung in Deutschland im Laufe der letzten 100 Jahre wird die Lebensphase des Alters heute mit neuen Erwartungen und Hoffnungen verknüpft. In ihrer Forschungsarbeit beleuchtet Nina Alexandra Roser, welche typischen Aspekte und Themen die Lebenswelt älterer Menschen prägen und inwieweit diese innerhalb der untersuchten Filme aufgegriffen und in die filmische Realität integriert werden. Dafür arbeitet die Autorin Dimensionen einer möglichen Inszenierung des Alter(n)s“ heraus und überprüft diese innerhalb der untersuchten Filme empirisch. Gegenstand der Untersuchung sind deutsche Kinoproduktionen, die in der Zeit von 1999
bis 2009 erstmals im deutschen Kino gezeigt wurden. Bei den fünf ausgewählten Filmen handelt es sich um Jetzt oder nie – Zeit ist Geld (D 2000), Schultze gets the blues (D 2003),
Kirschblüten – Hanami (D 2008), Wolke 9 (D 2008) und Dinosaurier – Gegen uns seht ihr alt aus! (D 2009). Nin Alexandra Roser hat ein Buch zur Inszenierung des Alters im Film geschrieben. Foto:privatNina Alexandra Roser untersucht vor diesem Hintergrund die Darstellung von Senioren in deutschen Kinospielfilmen und arbeitet dafür Dimensionen einer möglichen „Inszenierung des Alter(n)s“ heraus. In ihrer Forschungsarbeit beleuchtet sie, welche typischen Aspekte und Themen die Lebenswelt von Senioren prägen und inwieweit diese innerhalb der untersuchten Filme aufgegriffen und in die filmische Realität integriert werden. Überwindet die Darstellung der Senioren im deutschen Kinofilm die Repräsentation von Stereotypen des Alters und schafft damit Raum für individuelle und mehrdimensionale Charaktere?
Was die junge Wissenschaftlerin bewegt, erzählt sie in einem Hörfunk-Interview, das man hier anhören kann.
Das Buch: Nina Roser: Inszenierung des Alter(n)s. Die Darstellung von Senioren in deutschen Kinospielfilmen. 1999-2009, 250 Seiten, 24 €. 1. Aufl.. Erhältlich Leipziger Uni-Verlag,
ISBN: 978-3-86583-735-6
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