Sonnt sich gerade mal wieder im Erfolg. Heinos neues Album "Mit freundlichen Grüße" wurde häufiger aus dem Internet heruntergeladen als jedes andere deutsche Musikalbum zuvor. Foto: wikipedia

Sonnt sich gerade mal wieder im Erfolg. Heinos neues Album “Mit freundlichen Grüße” wurde häufiger aus dem Internet heruntergeladen als jedes andere deutsche Musikalbum zuvor. Foto: wikipedia

Wer hätte das erwartet? Der 74-jährige Schlagerstar, der in den 60-er und 70-er Jahren seine größten Erfolge feierte, zeigt es noch einmal allen und stürmt die Charts. Sein neues Album “Mit freundlichen Grüßen” ist nur wenige Tage nach Erscheinen das meist-downgeloadete Album aller Zeiten in Deutschland. Da verbinden sich ganz offensichtlich die Generationen.
Auf seinem Album covert Heino zwölf bekannte deutsche Pop- und Rocksongs. Er wagt sich an Nummern aus allen Genres heran, sei es Pop (Haus am See, Gewinner, Leuchtturm), Rock (Junge, Ein Kompliment), Hard Rock (Sonne, Augen auf) oder sogar HipHop (MfG, Liebes Lied). Der Sänger aus Bad Münstereifel verlässt seine gewohnten musikalischen Pfade und überrascht mit einem Projekt, das Tradition und Zeitgeist vereint. Mit freundlichen Grüßen sei Heinos Hommage an die deutsche Popmusik, heißt es auf seiner Website. Er belässt die Kompositionen und drückt mit seiner unverwechselbaren Stimme den Titeln einen eigenen Stempel auf.
Insgesamt hat er sich ein gutes Dutzend neuer deutscher Pop-Klassiker vorgeknöpft und neu eingesungen. Allesamt junge Evergreens, die bereits jetzt einen festen Platz im musikalischen Gedächtnis der Deutschen haben. Da passt es gut, dass der bekannteste Barde des Landes seine Interpretationen dieser werdenden Klassiker auf einem Album vereint.
Wer volkstümliche Klänge und schlagereske Sounds erwartet, wird also enttäuscht. Überhaupt hat sich der gebürtige Düsseldorfer einem Imagewandel unterzogen. Das blonde Haar ist zwar üppig wie eh und je und auch die dunkle Brille darf nicht fehlen, aber Heino zeigt sich auf dem Cover mit einem Totenkopfring – ein Accessoire, das man dem Volksliedsänger bis dato nicht zugeordnet hätte.