Die Zeitungen haben darüber berichtet: Ab 1. Juli steigen die Renten. Foto: epd

Die Renten werden steigen. Das steht seit Anfang der Woche fest. Wie das Arbeitsministerium mitteilt, hat das Bundeskabinett jetzt den Beschluss über die Rentenwertbestimmungsverordnung 2012 gefasst. Damit werden die Renten zum 1. Juli um 2,18 Prozent im Westen und 2,26 Prozent im Osten Deutschlands erhöht. Wenn jemand also 1000 Euro Rente im Monat beziehen würde, hätte er im Westen 43,50 Euro mehr zur Verfügung, im Osten 45,20 Euro. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat in einer Presseerklärung ausgeführt, was die Ruheständler an Plus in ihrem Geldbeutel zu erwarten haben. Die Rentenerhöhung ist zum 1. Juli wirksam. Mehr als 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner “haben damit Anteil am fortgesetzten wirtschaftlichen Aufschwung 2011, der mit Lohnsteigerungen und einem deutlichen Beschäftigungszuwachs verbunden war”, heißt es in der Mitteilung aus dem Ministerium. Im Osten fällt die Rentenerhöhung geringfügig stärker aus. Grund ist, dass der Westen in der Krise 2010 mehr von der Rentengarantie profitiert hat als der Osten. Dementsprechend höher fällt jetzt der Ausgleich aus.
Die kräftige Rentensteigerung, die gut gefüllte Nachhaltigkeitsrücklage und die Beitragssatzsenkung zu Beginn des Jahres, die Beschäftigte und Arbeitgeber allein in diesem Jahr um 2,6 Milliarden Euro entlastet, sind zusammen Ausweis des stabilen, demographiefesten gesetzlichen Rentensystems in Deutschland, bekräftigt die Bundesregierung das Vertrauen in das bestehende Rentensystem. Mit der Zuschussrente, der Kombirente, Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente sowie Veränderungen bei der Riester-Rente und der Alterssicherung Selbständiger soll dieses System weiter gestärkt und an gesellschaftliche Veränderungen angepasst werden, heißt es weiter. Das Rentenreformpaket soll sicherstellen, dass die Lasten zwischen Alt und Jung auch in Zukunft fair verteilt bleiben und bestehende Gerechtigkeitslücken im System geschlossen werden.