Praktisch und dekorativ: Eierwärmer auf dem Frühstückstisch. Foto: Michael Matejka

Sie waren in den 50-er, 60-er und 70-er Jahren der letzte Schrei, heute liegen sie unbeachtet in Schränken, Schüben, Kellern oder auf Dachböden: Dinge, die einmal richtig »schick« waren. Manches davon hat die Jahre unbeschadet überdauert und erregt plötzlich wieder Aufmerksamkeit. Oder ist in einer Neuauflage sogar wieder im Handel zu haben.
Ostern ist lange vorbei, die ersten Weihnachtsmänner haben bereits in den Regalen der Supermärkte und Konfiserien Platz genommen. Doch ein bisschen etwas aus Frühlingstagen schmückt so manchen Frühstückstisch das ganze Jahr über, selbst in der Winterzeit. Hasen aus Filz zum Beispiel, Hühnchen aus Stoff oder, derzeit sehr beliebt, bunte Hütchen aus Wolle. Eierwärmer haben wieder Konjunktur. Erstaunlich. Jahrelang galten die bunten Mützchen, die in der Dekade der Nierentische und des Wirtschaftswunders bald in jeden Haushalt gehörten, als ein wenig spießig und unmodern. Doch das scheint vorbei. Läden mit Wohnaccessoires haben sie wieder im Angebot, im Internet finden sich auf Anhieb 218 Modelle, die man bestellen kann. Damit das frisch gekochte Frühstücksei nicht auskühlt, zieht man ihm ein wärmendes Mäntelchen über. Nicht nur Kinder amüsieren sich köstlich über die bunte und nützliche Dekoration. Die Formen sind schier unerschöpflich: Grüne Eulen sind da zu haben, weiß-blaue Russenmützen mit rotem Stern, leuchtend rote Fliegenpilze mit weißen Tupfen oder gelbe Bommelmützen. Wem das nicht reicht, der findet gehäkelte Eierwärmer in Blüten- oder Schweinform, als Matrosenpullover – oder eben passend zur Jahreszeit: als Nikolausmütze. Guten Appetit!