Durchaus belastend: Tränensäcke stehen für Probleme - oft sind aber ganz andere Ursachen verantwortlich. Foto: AKZ-Presse
Durchaus belastend: Tränensäcke stehen für Probleme – oft sind aber ganz andere Ursachen verantwortlich. Foto: AKZ-Presse
Mit Tränen haben Tränensäcke nichts zu tun – auch wenn sie dem Gesicht schnell einen melancholischen Ausdruck geben. Bei Tränensäcken erschlafft das Binde- und Muskelgewebe rund um das Unterlid. Lymphflüssigkeit oder Fette lagern sich ein, werden beim Blick in den Spiegel als Augenringe und Schwellungen sichtbar. Wir nennen sechs Tipps, die Tränensäcke erträglich machen.

Ursachen für Tränensäcke gibt es viele. Stärkster Faktor ist die genetische Veranlagung, die für die Beschaffenheit des Bindegewebes verantwortlich ist. Außerdem ist die Haut unter den Augen mit nur 0,5 Millimeter ultradünn. Mit den Jahren wird sie aber noch durchsichtiger, weil das Fettgewebe schwindet.
Treten die Pölsterchen nur morgens auf, ist eine Unterlidschwellung Schuld. Sie kann durch die liegende Position im Schlaf, salzige Mahlzeiten und viel Alkohol am Vorabend entstehen. Die im Körper gespeicherte Flüssigkeitsmenge kann sich dadurch erhöhen, während gleichzeitig der Lymphfluss erschwert ist.
Werden Tränensäcke zum Dauergast, ist dies meist ein Zeichen des Alterungsprozesses. Denn ab dem 25. Lebensjahr werden zunehmend Muskeln abgebaut und durch Fett ersetzt. Die Haut verliert ihre Festigkeit und Elastizität.

6 Tipps gegen Tränensäcke

• Eine Kältebehandlung, zum Beispiel mit einer Gel-Migränebrille aus dem Kühlschrank, zieht Gefäße zusammen und lässt sie abschwellen. 5 bis 10 Minuten tragen.
• Augen nicht reiben, nach dem Duschen nur abtupfen – jeder Druck presst mehr Lymphflüssigkeit in die Unterlider. Eine Lymphdrainage fördert den Abfluss der Lymphflüssigkeit.
• Zeige- und Mittelfinger 2,5 cm unter den Augen, seitlich der Nase auf die Wangen legen. Mit leichtem Druck von innen nach außen klopfen.
• Salzarmes Essen und täglich 8 bis 10 Tassen Wasser lindern Schwellungen.
• Beim Schlafen das Kopfteil hochstellen und im Schlafzimmer 17 bis 18 Grad Raumtemperatur einstellen.
• Zum Arzt gehen, wenn Fieber, Atemnot, weitere Schwellungen in Gesicht oder Nacken, Rötungen im und um das Auge hinzukommen: Allergie-Alarm.

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