Foto: privat

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Neulich las ich bei der Zeit Online einen Artikel über die neuste Idee der Dänen, wie sie ihre Geburtenrate steigern könnten. Es ging also um die Frage, wie man in einer älter werdenden Gesellschaft für mehr Nachwuchs sorgen kann. Kernpunkt des Plans war der dänische Sexualkundeunterricht. In Zukunft soll der nämlich nicht nur aufklären und Jugendschwangerschaften verhindern, sondern auch Anreize für eine nicht zu späte Familiengründung aufzeigen. An sich kein schlechtes Ansinnen, nur die Art und Weise erschien mir etwas suspekt. Onlinesimulationen sollen zeigen, wie die Fruchtbarkeit mit steigendem Alter abnimmt. Ob das wirklich Anreiz zur früheren Familiengründung mit mehr Kindern sein kann? Die Frage ist doch eher, warum viele mit dem Kinderbekommen so lange warten oder sich ganz und gar dagegen entscheiden. Und das ist ja nun wirklich keine neue Frage. Und die Antwort ist wohl kaum das mangelnde Wissen darüber, dass schwanger werden mit zunehmendem Alter nicht leichter wird. Die Entscheidung für oder gegen Kinder wird vielmehr durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Unterstützung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und natürlich individuelle Lebensvorstellungen geprägt.

Einen Punkt, der das Leben mit Kind jedoch ungemein erleichtert, kann ich aus eigener Erfahrung benennen. Und auch der ist nicht neu. Ohne die Unterstützung von Familie und Freunden geht es eigentlich kaum, den Familienalltag mit doppelter Berufstätigkeit zu organisieren. Und vor allem die Großeltern und Urgroßeltern helfen da oft, wo sie nur können, mit Zeit und Geld. Vielleicht sollten die Dänen ihren jungen potentiellen Eltern also lieber die Fakten erklären, die die Familiengründung machbar und leichter machen, anstatt ihnen mit schwindender Fruchtbarkeit Druck und Angst zu machen. Und vielleicht sollten sie dabei auch einfach noch erzählen, wie viel Spaß es macht, Kinder zu haben.