Cover der Emma, erhältlich ab 26.4.2013

Cover der Emma, erhältlich ab 26.4.2013

Gianna Nannini hat ein Kind bekommen, im November 2010. Da war die Sängerin und verwöhnte Skandalnudel aus reichem Haus 54 Jahre alt. Dies nahm die feministische Zeitschrift EMMA zum Anlass, sich des Themas Mütter 50+ anzunehmen.
Während der Schwangerschaft und nach der Geburt hat die Sängerin mit der Öffentlichkeit und gespielt und die yellowpress bedient, indem sie ein T-Shirt mit der Aufschrift “God is a Woman” trug oder sich halbnackt ablichten ließ. Offiziell hat das Mädchen von Frau Nannini keinen Vater, was die Angelegenheit noch etwas mehr skandalisierte – gerade in einem katholisch geprägten Land, wie Italien.
Die Emma-Autorin zieht folgenden Schluss daraus:
“Dieses Recht auf eine Schwangerschaft in einem „bestimmten Alter“, sprich: in einem, in dem sie eigentlich unter der Wechseljahr-Tarnkappe verschwunden sein sollten, nehmen sich immer mehr Frauen. Die Zahl der Mütter (…), die die 50 überschritten haben, hat sich in Deutschland verdoppelt (…) von 38 im Jahr 2007 auf 67 in 2010…”
Fragt sich nur, was die Rocksängerin ihrem Kid auf die sehr berechtigte Frage nach Ihrem Vater antwortet?
Über die Emma:
Die erste Ausgabe der Emma erschien am 26. Januar 1977 mit einer Auflage von rund 200.000 Exemplaren. Den Start des Magazins finanzierte Alice Schwarzer mit 250.000 Mark aus ihren Autorenhonorarensowie mit 20.000 Mark aus Krediten von zwei Mitarbeiterinnen (die sie nach einem Jahr mit 10 Prozent Zinsen zurückzahlte).[3] Emma gilt seit der ersten Ausgabe als Leiblatt des Femininismusim deutschsprachigen Raum.
Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2010 (Ausgabe 294) erscheint die Emma nur noch vier Mal im Jahr, und nicht mehr alle zwei Monate, wie in den Jahren zuvor. Gleichzeitig kündigte sie einen Relaunch und die Verstärkung des Online-Auftritts an. Ab 2013 soll die Zeitschrift wieder im Zwei-Monats-Rhythmus erscheinen. Grund dafür sei der vielfache Wunsch von Leserinnen und die wieder steigende Aktualität von „Frauenfragen”. Zudem senkt “Emma” den Heftpreis von 9,80 Euro auf 7,50 Euro, um jüngeren Leserinnen entgegenzukommen.