Einer der ersten Ausgezeichneten: der Dipl.-Ing. Detlef Börner, Geschäftsführer der Börner GmbH. Foto: Quelle: BMFSFJ / C. Junghanns

Einer der ersten Ausgezeichneten: der Dipl.-Ing. Detlef Börner, Geschäftsführer der Börner GmbH. Foto:
Quelle: BMFSFJ / C. Junghanns

Mit dem Markenzeichen „Generationenfreundlicher Betrieb – Service + Komfort“ können sich ab sofort deutschlandweit Handwerksbetriebe, insbesondere in den Bau- und Ausbaugewerken, auszeichnen lassen. Voraussetzung ist, dass sie eine spezielle Schulung durchlaufen und entsprechende Beratungskompetenz nachweisen können. Das neue Markenzeichen wurde jüngst vom Bundesseniorenministerium in Berlin vorgestellt.
„Älteren Menschen ein selbstbestimmtes Wohnen zuhause zu ermöglichen, ist für das Bundesfamilienministerium ein wichtiges Ziel“, sagte Staatssekretär Lutz Stroppe bei der Vorstellung des Markenzeichens. „Die meisten Menschen wollen auch im Alter in der vertrauten Wohnumgebung bleiben – auch wenn sie auf Hilfe und Pflege angewiesen sind. Sie brauchen dann eine an ihren Bedürfnissen und Erwartungen ausgerichtete Wohnung und ein gutes Wohnumfeld. Dem Handwerk kommt dabei eine bedeutende Rolle zu. Und: Von einer barrierefreien Gestaltung der Wohnung und des Wohnumfeldes können nicht nur ältere Bürgerinnen und Bürger profitieren, sondern alle, zum Beispiel auch Familien mit Kindern“, so Stroppe.
Der Geschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Karl-Sebastian Schulte, betonte die wirtschaftliche Bedeutung des neuen Markenzeichens: „Mit dem Markenzeichen ‚Generationenfreundlicher Betrieb‘ geben wir älteren Menschen, die ihre eigene Wohnung oder ihr Haus altersgerecht umbauen wollen, eine Hilfestellung an die Hand. Sie erkennen auf einen Blick, dass der Handwerksbetrieb ein auf Service und Komfort ausgerichtetes Angebot vorhält. Damit schafft das Zeichen Transparenz für Kundinnen und Kunden und erleichtert ihnen den Zugang zu den Dienst- und Beratungsleistungen der Betriebe.“
Das Markenzeichen „Generationenfreundlicher Betrieb – Service + Komfort“ wurde vom Bundesfamilienministerium und dem ZDH gemeinsam mit engagierten Handwerkskammern, Fachverbänden und Betrieben im Rahmen der Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ entwickelt. Als erste Handwerksbetriebe zeichneten Lutz Stroppe und Karl-Sebastian Schulte folgende zehn Betriebe aus:
– Baugeschäft Schumann aus Doberlug-Kirchhain
– Der Hausmeister – Hermann Becker GmbH aus Mülheim
– Die Holzwürmer, Schreinerei Rönnefarth GmbH & Co. KG aus Dernau
– Börner GmbH aus Koblenz
– Malermeisterin Angelika Schröter aus Königslutter
– Peter Moos Elektrotechnik aus Mannheim
– S-Quadrat Konzepte GmbH aus Oftersheim
– Tischlerei Wienand GmbH aus Borken
– Treppenmeister Derstappen GmbH aus Lützow
– Uwe Walter GmbH aus Dortmund
Außerdem wurde Sabine Kies mit ihrem Unternehmen Technische Hilfsmitttelberatung Dr. Sabine Kies als herausragende Betriebsberaterin ausgezeichnet.
Die Inhalte und Ziele des Markenzeichens wurden in einem anschließenden Fachgespräch vorgestellt und diskutiert. Zudem fanden weitere Vorträge statt, bei denen es um technische Assistenzsysteme als Chancen für das Handwerk, das Generationen-Marketing und die Erwartungen von Kundinnen und Kunden an ein generationenfreundliches Handwerk ging. Beispielhafte Projekte eines generationenfreundlichen Umbaus der eigenen vier Wände wurden zudem auf einem Marktplatz der Möglichkeiten präsentiert.
Bereits bestehende Initiativen in regionalen Handwerkskammern und Fachverbänden, die sich seit vielen Jahren aktiv in diesem Bereich engagieren, werden von dem Markenzeichen in Trägerschaft des ZDH aufgegriffen und gebündelt. Dafür wurde ein bundesweit einheitliches Curriculum und Qualifizierungsverfahren entwickelt, das für alle interessierten Handwerksbetriebe konkrete Rahmenbedingungen vorgibt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.generationenfreundlicher-betrieb.de