Lachseminare fördern die Gesundheit, eine positive Einstellung gegenüber dem Alter ebenfalls. Foto: epd

Mit der Kraft der optimistischen Einstellung in ein gesundes Alter: Wer sich sein Leben im Ruhestand aktiv, gesund und gesellig vorstellt, wird später enorm davon profitieren – das weist eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Altersfragen nach. Die jetzt startende Fortsetzung der Studie PREFER “Den Ruhestand aktiv gestalten” erprobt diese Erkenntnisse in der Praxis.
Gebrechlich, krank und einsam – wer sich sein eigenes Altwerden so oder so ähnlich schon in jüngeren Jahren vorstellt, der wird im letzten Lebensabschnitt seine negativen Vorstellungen vom Altern wahrscheinlich am eigenen Leib erfahren. Wer sich aber das Leben im Ruhestand gesund, aktiv und gesellig ausmalt, der wird auch im Alter von dieser positiven Einstellung profitieren.
Besitzen ältere Menschen diese optimistischen Überzeugungen, sind sie oftmals aktiver, besonders dann, wenn sie zusätzlich soziale Unterstützung aus ihrem Umfeld bekommen. In der Vorstellungskraft des Menschen liegt ein großes Potenzial zur Förderung von Gesundheit und Lebensqualität im Alter. Nicht allein eine gute medizinische Versorgung ist für Gesundheit und Lebensqualität im Alter von Bedeutung, sondern auch die Nutzung dieses Potenzials.
Eine neue Studie des DZA zielt darauf ab, ältere Menschen in der aktiven Gestaltung ihres Ruhestands zu unterstützen. „Auf der Grundlage der erstaunlichen Effekte von negativen und positiven Vorstellungen vom Älterwerden wollen wir in der neuen Studie älteren Menschen Wege aufzeigen, wie sie ihre negativen Vorstellungen verändern können“, sagt Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer, Direktor des DZA zum Start der großangelegten Studie Den Ruhestand aktiv gestalten. Altersbilder, persönliche Überzeugungen und Gewohnheiten sollen im Rahmen der Studie bewusst gemacht und hinterfragt werden. Zudem werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – geplant sind 400 Personen – bei der aktiven Gestaltung ihres Ruhestandes unterstützt.
Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Studie wird in Kooperation mit der Freien Universität Berlin durchgeführt. Die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer lernen eine breite Palette unterschiedlicher Engagement- und Bewegungsmöglichkeiten in Berlin kennen. Neue Aktivitäten sollen entdeckt, Tricks zur Überwindung des “inneren Schweinehunds” vermittelt werden. Die Teilnehmer lernen aktuelle Erkenntnisse aus der Wissenschaft kennen und können diese mit ihren eigenen Altersbildern vergleichen. Zudem geben sie ihre Erfahrungen an die Wissenschaft weiter und können gleichgesinnte Menschen für eine aktive Gestaltung ihres Alltags kennen lernen.
Das DZA sucht in Berlin lebende Teilnehmerinnen und -teilnehmer ab 65 Jahren für diese neue Studie. Die Teilnahme umfasst bis zu drei Besuche am Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA). Die Besuche finden in Kleingruppen mit maximal acht Personen statt und dauern jeweils etwa drei Stunden. Die Teilnahme ist kostenfrei.