Gewinner zweifeln nicht? Im Gegenteil: Wer nicht zweifelt, verliert!

Vor unbekannten Nachnahmesendungen warnen derzeit die Verbraucherzentralen. So haben viele Verbraucher ein Schreiben der sogenannten „HK-Vermittlung“ aus Dorsten mit Nachnahmeforderungen von 87 Euro erhalten. Der Brief ließ weder Inhalt noch Anlass der Sendung erkennen und so holten die überraschten Empfänger den Umschlag gegen Zahlung von 87 Euro bei der Post ab. Im ausgehändigten Umschlag steckte jedoch bloß ein unprofessionell erstellter Serienbrief, wie die Verbraucherzentralen berichten. Dieser meldete die Angeschriebenen für den Pauschalbetrag von 87 Euro jeden Monat zur automatischen Teilnahme an den „lukrativsten Supergewinnspielen“ an: „Mit der Annahme dieses Schreibens erklären Sie sich bereit, an dem Gewinnspiel teilzunehmen“.
In anderen Fällen, berichten die Verbraucherzentralen, kündigt die HK-Vermittlung einen Gewinn von 1.200 Euro telefonisch an und verweist die Angerufenen darauf, dass der übermittelte Scheck am Postschalter oder beim Postboten gegen Zahlung einer Bearbeitungsgebühr von 87 Euro einzulösen sei. Wer daraufhin zahlt, findet ebenfalls nur einen Serienbrief mit Einverständniserklärung zur Gewinnspielteilnahme, erklärt die Verbraucherzentrale. Vom vermeintlichen Gewinn sehen die Geprellten natürlich nichts.
Die Verbraucherzentralen warnen, bei Brief- oder Paketsendungen mit unbekanntem Absender Nachnahme zu zahlen. Hat man nichts bestellt, soll man die Annahme einer solchen Sendung verweigern. Gewonnen hat man übrigens nur, erklärt die Verbraucherzentrale, wenn man für die Zustellung von Bargeld oder Hauptgewinn nicht zahlen muss.