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5. März: Wort zum Donnerstag und silberne Eleganz

TV-Pfarrerin Stefanie Schardien geht auf der sechs+sechzig-Aktionsbühne auf Spiritualität im Alter ein.

Wir leben in gruseligen Zeiten. Da möchte man nicht auch noch Horrorgeschichten hören. Oder man möchte wenigstens wissen, ob sie nicht doch noch ein Happy End haben könnten. In der ARD-Mediathek ist ein »Wort zum Sonntag« aus dem Jahr 2024 zu finden, gesprochen von der promovierten evangelischen Theologin Stefanie Schardien. Darin erzählt sie, dass sie als Kind immer wissen wollte, ob eine Geschichte gut ausgeht. Und sie blätterte im katastrophenreichen Buch der Bibel vorsichtshalber mal auf die letzten Seiten und fand die tröstliche Stelle aus der Offenbarung des Johannes, an der Gott alle Tränen trocknet und aller Schmerz aufhört.

Am 5. März um 13:30 Uhr wird Stefanie Schardien auf der inviva-Bühne ein »Wort zum Donnerstag« sprechen. Es wird um Spiritualität im Alter gehen, ein Thema, das wir in der Herbst-Ausgabe 2025 des Magazins sechs+sechzig mit dem Nürnberger Seelsorger Detlev Hapke diskutiert haben. Stefanie Schardien war eine Zeit lang Fürtherin, ursprünglich stammt sie aus dem Ruhrpott (Dortmund), und hier hat sie in Bochum studiert. Von 2016 bis 2024 war sie Pfarrerin in der Gemeinde St. Michael, also mitten in der Kleeblatt-Stadt. Seit 2024 ist sie Theologische Geschäftsführerin des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik und zugleich Medienbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Sie ist viel unterwegs und dennoch mit Franken verbunden – durch ihren Mann Peter Dabrock, der Systematische Theologie und Ethik an der Universität Erlangen-Nürnberg lehrt.  Der Nürnberger Pfarrer i.R. Detlev Hapke, den sechs+sechzig kürzlich zu dem Thema interviewt hatte, hatte als besonderen Akzent spiritueller Erfahrungen im Alter das Bewusstsein entdeckt, dass in den späten Lebensjahren der Tod unvermeidlich näher rückt. Es wird interessant sein zu erfahren, wie Stefanie Schardien den geistigen Umgang mit diesem Lebensabschnitt beschreibt. Schließlich wünscht sie sich ja, dass Geschichten einen guten Ausgang nehmen.
→ Do, 5.3., 13:30 Uhr
Text: Herbert Heinzelmann

Digitale Revolution

Den Computer Club Nürnberg (CCN) 50Plus braucht man Leserinnen und Lesern unseres Magazins eigentlich nicht mehr vorzustellen. Er gibt regelmäßig Tipps für den Umgang mit digitalen Techniken, zuletzt war es das Online-Banking. Und so wie es die CCN-Experten – alle ehrenamtlich – in Artikeln und praktischen Kursen erklären, lernt man schnell, dass das Computern keine Hexerei ist, sondern ein praktisches Mittel der Kommunikation, eines, das in der modernen Welt auch älteren Menschen Teilhabe ermöglicht. Gleichzeitig stellen sich aber auch viele die Frage, ob sie künftig nur noch am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, wenn sie digital unterwegs sind. Tatsächlich werden immer mehr Bereiche in Wirtschaft und Verwaltung digitalisiert – und zum Maßstab, wie fortschrittlich Wirtschaft und Gesellschaft sind. Umgekehrt stellt sich die Frage, ob Menschen ausgeschlossen werden dürfen, nur weil sie nicht auf digitale Medien umsteigen wollen oder können. Müssten sie nicht ein Recht auf ein analoges Leben haben? Diesen brisanten Fragen geht Wolfgang Schleemilch als Vertreter des CCN 50Plus auf dem sechs+sechzig-Podium im Gespräch mit Moderator Herbert Fuehr und dem Publikum nach. Schleemilch will deutlich machen, wie einfach und immer wichtiger der Umgang mit Computer, Tablets und Smartphones ist. Er gibt aber auch Tipps, wie man mit analogen Mitteln den Alltag bewältigen kann, etwa bei Bankgeschäften oder Behörden.
→ Do, 5.3., 11 Uhr
Text: fue

Bewegung mit Haltung

Die Feldenkrais-Methode ist eine Bewegungs- und Lernmethode, die körperliche und geistige Beweglichkeit fördert. Sie wurde von Dr. Moshe Feldenkrais (Physiker, Judo-Lehrer, 1904–1984) entwickelt. Die Teilnehmer von Feldenkrais-Kursen sollen lernen, ihren Körper und seine Bewegungen bewusster wahrzunehmen. In der Folge sollen sie in der Lage sein, sich ökonomischer zu bewegen, um Alltagsbewegungen leichter zu gestalten und einen behutsameren Umgang mit sich selbst zu üben. Dabei können auch schmerzhafte Zustände im guten Sinne beeinflusst werden. Kursleiterin Lilly Rösner von der Nürnberger Akademie 60plus stellt vor, wie die Feldenkrais-Methode wirkt.
→ Do, 5.3., 10:30 und 12:30 Uhr

Silberne Eleganz

Tanzen ist gut für Herz und Hirn, Kreislauf und Konzentration, Beweglichkeit und Balance. Es stärkt die Seele und die Muskelkraft und ist ganz generell ein Gewinn an Lebensqualität. So rational könnten die Balletttänzerinnen der »Silver Swans« ihr ambitioniertes Hobby begründen. Doch in allererster Linie geht es ihnen um den Spaß. Dass bei den Ballerinen im Alter zwischen Ende 50 und Mitte 70 hier und da ein künstliches Gelenk im Spiel ist – kein Problem. Im Tanzstudio »Hey Hilde« in der Nürnberger Südstadt haben sie ihre Heimat gefunden. Lisa Dirkx hat ihre kleine Schule in der Singerstraße vor drei Jahren eröffnet. Die 36-Jährige ist studierte Tanzpädagogin und hat zwischenzeitlich in London, New York und Antwerpen gelebt. Sie bietet Kurse für alle Altersklassen an. Nicht nur klassisches Ballett, sondern auch Yoga, Jazzdance, Modern Dance, spezielle Angebote für Kleinkinder sowie diverse Fitness-Klassen. Und eben die Silver Swans – die Silberschwäne: Eine Klasse für Menschen ab 50, die auf der sechs+sechzig-Aktionsbühne zeigen, dass Ballett nicht nur der Jugend vorbehalten ist.
→ Do, 5.3., 11:30 und 13 Uhr → So, 8.3., 10:30 und 13 Uhr

Auf Herz und Lunge

Der Vital-Sport-Verein Pegnitzgrund in Lauf ist kein Sportverein wie jeder andere. Er hat sich vielmehr spezialisiert auf Reha- und Präventivsport für Patienten, die chronisch am Herzen oder der Lunge erkrankt sind und die eine ärztliche Verordnung für die Herzgruppe oder den Lungensport erhalten haben. Petra Schuntermann, eine von zehn Übungsleiterinnen und die 2. Vereinsvorsitzende, stellt auf der sechs+sechzig-Aktionsbühne gemeinsam mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihrer Herzgruppe vor, wie eine Trainingseinheit aussieht, und sie erklärt, wie sich die gezeigten Übungen positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken.
→ Do, 5.3., 14:30 und 16 Uhr

Miteinander reden!

Es ist paradox: Obwohl es immer mehr Menschen gibt, wird das Problem der Einsamkeit immer größer. Nürnbergs erste Plauderbank am Sebalder Platz, im vorigen Sommer vom Verein sechs+sechzig initiiert und gesponsert, soll helfen, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Wer sich hinsetzt, signalisiert, dass er oder sie offen ist für eine Unterhaltung. Die Idee wurde so begeistert aufgenommen, dass für Nürnberg und andere Städte bereits weitere Plauderbänke in Planung sind. Gabriele Penzkofer-Röhrl (links) und Georg Reif (rechts)vom Verein sechs+sechzig sowie Renate Backhaus vom Seniorennetzwerk Altstadt/Marienvorstadt erklären, was es braucht, damit eine Bank etwas gegen Einsamkeit bewirken kann.
→ Do, 5.3., 15 Uhr

Lachen, wenn’s ernst wird

Lachen ist gesund und mit Humor kommt man leichter durchs Leben. Die alte Weisheit gilt besonders für Situationen, in denen einem das Lachen vergeht, etwa weil man schwerkrank im Krankenhaus liegt. Gerade dann tut Ablenkung gut, und die KlinikClowns setzen genau da an. Stets zu zweit besuchen sie Patienten jeden Alters, singen mit ihnen, machen Späße, führen ernsthafte Gespräche oder hören einfach nur zu. Die Clowns arbeiten mit Musik und Tanz, Improvisation, Jonglage, Humor und mit Einfühlungsvermögen. Die langjährige Clownin Susanna Curtis (im Bild) vom Verein KlinikClowns Bayern berichtet im Gespräch, wie sich der Humor auf die Gesundheit auswirkt, warum ihre Besuche bei kranken und pflegebedürftigen Menschen wichtig sind und warum sich Menschen ihr gegenüber öffnen.
→ Do, 5.3., 15:30 Uhr

Fotos: Michael Matejka, Sebastian Höhn

Das komplette inviva-Programm auf der sechs+sechzig-Aktionsbühne

Eine Übersicht über alle Vorträge und Veranstaltungen auf der sechs+sechzig-Aktionsbühne der inviva-Messe (4. bis 8. März) im Nürnberger Messezentrum finden Sie hier: https://service.magazin66.de/events/liste/?tribe-bar-search=inviva

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