Bob Dylan im Alter von 70 Jahren. Foto: lberto Cabello from Vitoria Gasteiz_2
Bob Dylan im Alter von 70 Jahren. Foto: lberto Cabello from Vitoria Gasteiz_2

Über Bob Dylan etwas zu sagen, respektive zu schreiben, hieße doch die berühmten Eulen nach Athen tragen.  Er ist und war sicher einer der einflussreichsten Musiker, Poet und Literat des 20. Jahrhunderts. Und das mit einer Stimme, die man nicht vergisst, vergessen kann, wenn man sie erst einmal bewusst gehört hat: Krächzen wäre eine gute Chrakterisierung. Also kommt es doch eher auf die Texte an? Auch! Sie sind aber manchmal derartig vieldeutig und interpretierbar, dass man sich auch wundern muss. Bemerkenswert, dass er dafür bis heute nicht einmal den Literaturpreis bekommen hat. Aber das ist eben Bob Dylan, ein Musiker, der sich als einer der wenigen mit Fug und Recht als “Gesamtkunstwerk” bezeichnen lassen kann.

Der Musikwissenschaftler Heinrich Detering hat dies im Deutschland-Radio in einem Gespräch so formuliert, dass Dylan eine Vermischung verschiedener Kunstarten präsentierte, wie kaum ein Künstler vor ihm. Er bedient sich dabei der Kunstarten, um etwas Eigenes zu erschaffen. Das gern gebrauchte Crossover ist dabei nur ein matter Abklatsch.

So ist es auch bei seinem letzten, kürzlich veröffentlichten Werk “Fallen Angels”. Auf diesem sind Couplets von Frank Sinatra versammelt. Alle schon mal gehört oder auch neu interpretiert. Aber Bob Dylan schafft es, die Melodien in seiner ihm eigenen Art neu zu interpretieren. Und das sogar mit einer Stimme, die man ihm nicht mehr zugetraut hätte.

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