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Ob und welche Knochen im Alter in die Brüche gehen, hängt stark vom Gewicht ab. Foto: epd
Ob und welche Knochen im Alter in die Brüche gehen, hängt stark vom Gewicht ab. Foto: epd

Das Körpergewicht hat großen Einfluss auf die Entstehung von Knochenbrüchen. Eine große internationale Studie mit Frauen nach den Wechseljahren fand jetzt heraus, dass Untergewicht einen Risikofaktor für Osteoporose darstellt. Je niedriger der BMI war, desto häufiger treten Wirbelkörperbrüche, Schenkelhalsbrüche und Unterarmbrüche auf – so das Ergebnis der „Global Longitudinal Study of Osteoporosis in Women“, kurz GLOW.
„Untergewicht ist ein Risikofaktor für Osteoporose und begünstigt osteoporotische Brüche“, so Professor Pfeilschifter, Mituntersucher der GLOW-Studie und Mitglied im Beirat der Sektion Osteologie der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie. Der Knochenschwund, auch Osteoporose genannt, betrifft in Deutschland über sechs Millionen Menschen. Frauen nach den Wechseljahren sind besonders betroffen. Jährlich erkranken rund 885 000 Menschen neu. Jeder zweite Betroffene erleidet innerhalb von vier Jahren mindestens einen Knochenbruch.
Interessant ist auch die Beobachtung der GLOW-Studie, dass die Körpergröße einen Einfluss auf das Knochenbruchrisiko hat. „Bei Oberarm-, Schulter- und Schlüsselbeinbrüchen zeigte sich, dass das Risiko mit einer höheren Körpergröße – anders als eigentlich erwartet – abnahm“, sagt Professor Pfeilschifter.
Bei den Frauen mit einem BMI größer 30 waren osteoporotische Brüche in der GLOW-Studie zwar etwas seltener als bei den Frauen mit einem BMI zwischen 18,5 und 30. Die Zahl aller Knochenbrüche war in beiden BMI-Kategorien aber ähnlich hoch, da mit steigendem Körpergewicht Brüche anderer Knochen, vor allem Knöchelbrüche, häufiger auftraten. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Fettpolster auf der Hüfte einen gewissen Schutz vor einem Oberschenkelhalsbruch gewähren.

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