Es war die Zeit der Nierentische und der Partykeller, und die Deutschen hatten sich nach der fürchterlichen Kriegszeit und den schweren Aufbaujahren ein bisschen Exklusivität verdient. Einen echten amerikanischen Whiskey konnte sich wegen der hohen Importzölle kaum jemand leisten. In dieser Zeit gelang dem Bingener Weinhandelshaus Racke ein echter Coup. Die Firma kaufte schottischen Malt Whisky und verschnitt ihn mit deutschem Getreidebrand – rauchiges Destillat und feines Korn harmonierten glänzend miteinander. Das neue Produkt wurde zunächst ab 1958 unter dem Namen Red Fox Whisky angepriesen und erwies sich als echter Hit, vorzugsweise in der Männerwelt. Doch die Schotten machten wegen des englischen Namens Rabatz, sie fürchteten eine Irreführung der Kunden. Die Firma Racke disponierte deshalb um und nannte ihr partytaugliches Gebräu ab 1961 »Racke Rauchzart«. Nur der rote Fuchs blieb als Erkennungszeichen auf dem Etikett.
Racke Rauchzart kam in den Wirtschaftswunderjahren bestens an; er schmeckte milder als die üblichen schottischen Malt-Verschnitte und war zum halben Preis einer Import-Flasche zu haben. Rauchzart war nun schick, der 40-Prozenter war salonfähig geworden. Doch die brandweinselige Zeit hielt nicht allzu lange an. Erst schlug die Stunde von Weiß- und Rotwein, vor allem, nachdem die Deutschen den süffigen Traubensaft aus Bella Italia entdeckt hatten, und Ende der 70-er Jahre war plötzlich Wodka zum Modegetränk geworden. Das Bingener Familienunternehmen Racke jedoch hatte mit dem Wein- und Sekthandel danach nicht mehr so richtig Glück und musste um seine Selbstständigkeit bangen. Racke fusionierte zuerst mit der Firma Pott, 1983 schließlich mit Dujardin. Heute vertreibt die Firma Schwarze & Schlichte in Oelde (Nordrhein-Westfalen) den rauchzarten Tropfen weiter.
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