Im demografischen Wandel wird die Bevölkerung weniger, älter und kulturell vielfältiger. Dies bringt enorme Herausforderungen mit sich. Die gesellschaftliche Entwicklung lässt sich durchaus beeinflussen – zum Beispiel durch mehr Familien- und Seniorenfreundlichkeit oder eine aktive Zuwanderungspolitik und gezielte Förderung von jungen Menschen, um den zukünftigen Anforderungen in der
Arbeitswelt gerecht zu werden. Auch der Ausbau der Weiterbildung in jeder Altersstufe oder die Entwicklung von Innovationen, die älteren Menschen ein selbstständiges Leben ermöglichen, schaffen Gestaltungsspielräume.
Der Dialog zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft ist ein Hauptanliegen des Wissenschaftsjahres. Bundesministerin Professor Dr. Annette Schavan: „Wir können mit wissenschaftlichen Ergebnissen und Erkenntnissen aus der Forschung Vorurteile wie etwa zum Altern ausräumen und Lösungen zur Gestaltung des künftigen gesellschaftlichen Wandels finden. Wenn wir jetzt die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, wird der demografische Wandel zur Chance für Deutschland.“
Schon jetzt beteiligen sich zahlreiche Partner im Wissenschaftsjahr und bringen sich mit ihren Veranstaltungen, Projekten und Ideen ein. Im Jahr 2013 führt die Leibniz-Gemeinschaft eine Wanderausstellung zu den Chancen des demografischen Wandels durch. Die Ausstellung wird in Berlin, Mainz, Dresden, Bochum, Bremerhaven und München Station machen. Im Februar findet in Berlin der Bürgergipfel zum demografischen Wandel statt, bei dem gemeinsam über die Folgen des Wandels diskutiert werden soll. Die MS Wissenschaft, das Ausstellungsschiff im Wissenschaftsjahr, wird ab Mai in zahlreichen deutschen Städten halt machen. Zudem laden bundesweit Dialogveranstaltungen und Wettbewerbe zur Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels ein.
Die Forschungsbörse des Wissenschaftsjahres vermittelt darüber hinaus unkompliziert Kontakte zwischen Wissenschaftler/-innen und lokalen Initiativen, die Forscher zu einem Gespräch einladen können.