Foto: Geralt

Wegen der Ausweitung der Corona-Pandemie  sind zum Schutz der Patientinnen und Patienten, ihrer Besucher und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab sofort im gesamten Klinikum Nürnberg keine Besuche mehr gestattet. In dringenden Ausnahmefällen (Palliativ- und Intensivstation sowie Eltern-Kind-Zentrum) ist eine Sondergenehmigung durch den Stationsarzt für enge Angehörige möglich. Dazu sollen die Besucher laut Mitteilung des Klinikums vorher Kontakt mit der Station aufnehmen, auf der ihr Angehöriger liegt. Ab sofort gibt es auch nur noch einen Zugang zum Klinikum Nürnberg Nord: Es ist der Durchgang durch die beiden Glastüren im Neubau Haus 1. Alle weiteren Zugänge werden geschlossen. Plakate weisen dort den Weg zum neuen Hauptzugang. Eine entsprechende Regelung für das Klinikum Nürnberg Süd wird es in den nächsten Tagen geben.

Die Kliniken der Psychiatrie, der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Psychosomatischen Medizin des Klinikums Nürnberg haben auf Anweisung der Behörden alle ambulanten und teilstationären Behandlungsangebote heruntergefahren. Die Zahl der stationären Patienten wurde in Abstimmung mit den Betroffenen reduziert. Besuche sind nur sehr eingeschränkt möglich.

Für Notfälle ist gesorgt

Ihr Behandlungsangebot für Patienten in einer akuten oder Notfallsituation halten die Kliniken aber aufrecht. Patienten, die dringend stationär behandelt werden müssen, werden auch weiterhin aufgenommen, sowohl in der Erwachsenenpsychiatrie als auch in Kinder- und Jugendpsychiatrie. Auch die Ambulanzen sind für Notfallpatienten weiterhin geöffnet. Daneben setzen die Kliniken vor allem auf telefonische Beratungen. Darüber hinaus sind in den Kliniken Video-Sprechstunden und Online-Angebote zur Psychotherapie in Vorbereitung.

Die Klinik für Psychosomatik wird in Zusammenarbeit mit den beiden psychiatrischen Kliniken ein Krisenkommunikationsteam im Einsatz haben, das Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern zur Seite steht. Andere Mitarbeiter werden zukünftig auf COVID-19-Stationen, zur Triage in den Zelten am Eingang der beiden Standorte Nord und Süd des Klinikums Nürnberg eingesetzt oder begleiten psychosomatische Gespräche.

Im Notfall wenden sich Betroffene telefonisch an die Erwachsenenpsychiatrie, Tel. 0911 398 -2493, oder die Kinder- und Jugendpsychiatrie, Tel. 0911 398 -2800.

AOK und DAK stoppen Kundenbesuche

Auch die AOK Bayern reagiert auf die aktuelle Entwicklung und schließt ab Mittwoch, 18. März, die Geschäftsstellen für Kundenbesuche. Alle weiteren Kontaktkanäle stehen weiterhin zur Verfügung: Per Telefon, E-Mail, Post und über die Online-Geschäftsstelle „Meine AOK“.

Die DAK-Gesundheit stellt ebenfalls ab sofort bundesweit die persönliche Kundenberatung in ihren Servicezentren ein. Die Versicherten erhalten Beratung über das Telefon und das Internet. Informationen zu den bestehenden Kontaktmöglichkeiten gibt es auf www.dak.de.

Angebote der Caritas berät im Nürnberger 

Beratung zum Thema Existenzsicherung: Für viele Menschen bringt die Corona-Krise massive finanzielle Einbußen. Die Beratungsstellen des Caritasverbands im Landkreis Nürnberger Land beraten unter der Tel-Nr. 09123/96 26 80 kostenfrei und vertraulich zu Fragen rund um das Thema Existenzsicherung: Welche Ansprüche stehen in Not Geratenen zu, wie sind Leistungen fristgerecht zu beantragen, kann ich evtl. zusätzlich ALG II erhalten bzw. Wohngeld oder Kindergeldzuschlag, lauten einige der am meisten nachgefragten Themenkomplexe. Kontakt auch über info@caritas-nuernberger-land.de.

Hilfen in der Nachbarschaft: Die drei Quartiersprojekte der Caritas in Lauf, Hersbruck und Röthenbach sind ansprechbar für Bedarfe jeglicher Art (Einkaufen, telefonische oder elektronische/ schriftliche Unterstützung bei Verzweiflung, Koordination von telefonischen Patenschaften, Gang zum Arzt, Sammeln von Bedarfen jeglicher Art) immer Mo-Do zwischen 10-12 Uhr, teils auch deutlich länger:
  • Mehrgenerationenhaus Röthenbach (MGH), 0911/ 217 69 50
  • Grünes Haus Lauf, 09123/ 96 26 8-60
  • Sebastian Fackelmann Haus Hersbruck (SFH), 09151/ 60 95 991
  • und über die entsprechenden Mailkontakte, siehe www.caritas-nuernberger-land.de
Warmes Mittagessen: Der Mittagstisch der carisma gibt in Hersbruck (SFH) und Röthenbach (MGH) warmes Mittagessen (11:30-12:30 Uhr) zur Selbstabholung aus an Menschen mit kleinem Budget. Interessierte können sich am Vortag unter den genannten Telefonnummern melden. Zur
Abholung müssen geeignete Gefäße mitgebracht werden, um Müll zu vermeiden.
Mundnasenschutz-Masken: CE-zertifizierte Mundnasenschutz-Masken sind derzeit fast nicht erhältlich. Selbst das Robert Koch-Institut empfiehlt daher als Maßnahme zum Selbst- und Fremdschutz mittlerweile auskochbare selbstgenähte Masken. Die Caritas näht aus gebrauchten und desinfizierten Stoffresten formschöne Einzelstücke. Diese können (in kleinen Mengen!) bestellt und abgeholt oder zugesandt werden, solange Vorrat reicht, Anmeldung unter: info@caritas-nuernberger-land.de, 09123/ 96 26 80.
Kummer-Telefon für Sehbehinderte in Bayern

Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. hat das „Kummer-Telefon“ für blinde und sehbehinderte Menschen in Bayern gestartet. „Kummer-Telefonisten“ ermöglichen darüber den Kontakt von Mensch zu Mensch. Das Kummer-Telefon ist bis 24.04.2020 jeweils von Montag bis Freitag zwischen 16:00 und 18:00 Uhr unter der Telefonnummer 089 559 88-599 erreichbar. Das Angebot selbst ist kostenlos. Für Anrufe gelten die Bedingungen des Telefonanbieters für einen Anruf einer Festnetznummer innerhalb von Deutschland.