Die Spuren der alten römischen Kultur sind an der Amalfiküste allgegenwärtig. Im Frühjahr lädt eine Magazin66-Leserreise dorthin ein. Foto: privat

Im Hafen von Pompeji konnte ein Mensch alles kaufen, was er brauchte. Gemüse, Obst und Getreide, Amphoren mit Wein, Kisten mit Gebrauchsgeschirr kamen auf Schuten aus dem Hinterland den Fluss herab und vermischten sich mit der Flut von Luxusartikeln, die auf dem großen imperialen Handelsweg aus Alexandria eintrafen. Ein indischer Papagei, ein nubischer Sklave, Salpeter aus den Teichen in der Nähe von Kairo, chinesischer Zimt, ein afrikanischer Affe, asiatische Sklavenmädchen, die berühmt waren für ihre sexuellen Tricks… Pferde waren so zahlreich wie die Fliegen. Ein halbes Dutzend Händler lungerte vor dem Zollschuppen herum. Gleich vorne saß einer auf einem Schemel unter einem Schild mit dem unbeholfen gemalten Bild des geflügelten Pegasus mit der Aufschrift »Baculus: Pferde, schnell genug für die Götter«.
Beim Jupiter, nicht nur die Götter fühlten sich damals wirklich wohl in dieser Stadt, die heute so legendär ist, weil sie im Jahre 79 n. Chr. spektakulär unterging. Lag auf ihr ein Fluch? Robert Harris hat in seinem Roman »Pompeji«, aus dem die Szene am Hafen stammt, das Leben am Golf von Sorrent vor 1933 Jahren akribisch nachgezeichnet. Er schildert das Geschehen im römischen Imperium bis zu dem Moment, als die Natur den Atem anhält und die Stille Schlimmes ankündigt: Der Vesuv explodiert und zerstört »Campania felix«, das so glückliche Kampanien, wie die Römer die Region rund um Neapel nannten, auf brutale Weise. Blühende Städte wie Pompeji und Herculaneum und die römischen Villen in Castellammare di Stabia werden unter der Lava begraben. 30.000 Menschen sterben.
Im Jahr 1748 begannen Archäologen, Pompeji Schicht für Schicht freizulegen. Heute ist sie eine der besterhaltenen Städte der Antike. Die Teilnehmer der sechs+sechzig-Leserreise, die im April 2013 auf die sorrentinische Halbinsel führt, werden diese historischen Stätten besichtigen und das Geschehen zwischen Sorrent und der Amalfiküste verfolgen. Bummeln in engen Gassen, ein Tässchen Cappuccino in der Trattoria – la dolce vita eben. Und sie werden auf den gelegentlich Feuer speienden Vulkan hinauffahren, bis auf 1000 Meter über dem Meeresspiegel.
Terrassengärten, duftende Zitronenhaine und das an dieser Stelle tiefblaue Mittelmeer – diese wunderschöne Landschaft ist ein Herzstück Italiens. Ein Picknick in den Hängen, dort wo die Zitronenbäume blühen und frischer Lavendel wächst, ist ein außergewöhnlicher Genuss. Das Küstenstädtchen Positano, das sich mit seinen weißen Häusern in den Berghang schmiegt, und das benachbarte Amalfi, einst eine stolze Seerepublik mit ihrem markanten Dom, garantieren jede Menge Postkartenmotive. Die Romantik ist hier zu Hause. Konkurrenz in Traumblick-Angelegenheiten kommt höchstens von dort, wo die rote Sonne gewöhnlich im Meer versinkt: von der vorgelagerten Insel Capri mit ihren bizarren Kalksteinwänden. Ein »Muss« ist natürlich die Fahrt in Capris Blaue Grotten, vorausgesetzt, die See ist an diesem Tag nicht zu wild.
Kontrastreich geht die Reise weiter mit einem Ausflug nach Neapel. Die dreitausend Jahre alte Stadt zieht die Besucher mit ihren Palästen, Kirchen und Museen in den Bann. Und sie offenbart gleichzeitig, dass in ihr das Chaos regiert. Die Müllberge türmen sich in den Hinterhöfen wie auf der Hauptstraße vor den Villen, hohe Arbeitslosigkeit beschert den Menschen Armut und oft auch ein Leben am Abgrund. Wer mag, wandelt über die treppenartigen engen Gassen durch die malerische Altstadt, die die Unesco 1995 zum Weltkulturerbe erklärt hat. Hier ist südländisches Temperament zu Hause.
Elke Graßer-Reitzner; Fotos: privat
Flug von Nürnberg bis Neapel mit Air Berlin oder Lufthansa und Umsteigen in Frankfurt
– 7 Übernachtungen im 4-Sterne Hotel Bristol in Sorrent oder im gleichwertigen Hotel
– 7 mal Frühstücksbuffet
– 7 mal Abendessen im Hotel
– Begrüßungs-Cocktail am Tag der Ankunft mit Informationen zu Land & Leuten
– Ganztagesausflug Positano–Amalfi–Ravello
– Ganztagesausflug Pompeji–Vesuv
– Ganztagesausflug Neapel
– Halbtagesausflug Sorrent
– Ausflug in den Zitronengarten mit Picknick
– Reisepreis-Sicherungsschein
– kleine Überraschung
Nicht eingeschlossen: Kurtaxe, ca. € 2.- pro Tag
Preise:
pro Person im Doppelzimmer: € 1.139,-
Einzelzimmerzuschlag: € 199.-
Ganztagesausflug Capri: € 74.-
Anmeldung und weitere Information bei:
Firma ReiseGlück
Waltraud Benaburger
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